_Im Progressiven Forum
What did the Iranians vote for?
18. Juni. Nora Mokdad sieht trotz zahlreicher Unregelmäßgikeiten in den iranischen Wahlergebnissen eine Bestätigung der bisherigen Politik Ahmedinedschads. Insofern stellen sie auch eine Zurückweisung der ausgestreckten Hand Obamas dar, nicht zuletzt um keinerlei Kompromisse in der Atompolitik eingehen zu müssen. Diese außenpolitische Halsstarrigkeit könnten jene Kräfte in Israel stärken, die statt einem Direktangriff auf Teheran einen Stellvertreterkrieg gegen die pro-iranische libanesische Hisbollah befürworten. mehr
Waves of Mutilation
16. Juni 2009. Ross McKibbin blickt zurück im Zorn auf zwölf Jahre New Labour. Der technokratische Politikstil Tony Blairs habe zu einer verengten Weltsicht geführt, in der es nur noch um die „aspirational classes“ gegangen sei. Die massive Zunahme privater Verschuldung, die im Namen des Marktglaubens in Kauf genommen worden sei, weil sie dem Wirtschaftswachstum zu nutzen schien, werde in der jetzigen Wirtschaftskrise eben jenen Wählerschichten der Mitte zum Verhängnis, die New Labour erreichen wollte. mehr
Europa als Weltmacht?
2. Juni 2009. Ole Frahm
bezweifelt, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise das Ende der Führungsrolle der USA bedeuten. Europa, das von manchen als neue Weltmacht gesehen wird, ist nicht nur zu gespalten, um als ein einheitlicher Akteur in der Außenpolitik aufzutreten. Vor allem sind Europas Gesellschaften - gerade auch Deutschlands - nicht bereit, die militärischen, menschlichen und moralischen Kosten eines Weltpolizisten zu tragen. mehr
Der ökologische Umbau der Industriegesellschaft
25. Mai 2009. Hans-Jürgen Urban plädiert für den sozial und ökologisch verträglichen Umbau der Industriegesellschaft. Gerade die Autoindustrie kann nicht länger an veralteten Modellreihen und Produktionsweisen festhalten. Über eine nachhaltige Unternehmenspolitik hinaus gilt es, Visionen für ein integriertes Verkehrskonzept endlich politisch umzusetzen. mehr
_Publikationen
Das Europäische Wirtschafts- und Sozialmodell
Das Progressive Zentrum hat - gefördert mit Mitteln des Auswärtigen Amts - eine ausführliche Studie zu Zustand und Perspektiven des Europäischen Wirtschafts- und Sozialmodells im Zuge der EU-Osterweiterung erarbeitet. Exemplarisch werden die sozial-ökonomischen Entwicklungen der beiden größten Neumitglieder Polen und Rumänien untersucht. Es zeigt sich, dass Debatten zu präventiver und ökonomisch wirksamer Sozialstaatlichkeit in diesen Ländern noch kaum in Gang gekommen sind, wenngleich großes Interesse an europäischen Erneuerungsdiskursen besteht. Deutschland hat – schon aus wohlverstandenem Eigeninteresse – allen Grund, osteuropäische Denker und Akteure in eine gesamteuropäische Modernisierungspartnerschaft einzubinden. mehr
_Veranstaltungen
Fortschritt im 21. Jahrhundert - Perspektiven sozialer, liberaler und ökologischer Erneuerung
23. April 2009. Für die zweite Veranstaltung unserer Reihe Fortschritt im 21. Jahrhundert konnte das Progressive Zentrum Gunter Pleuger, den Präsidenten der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), gewinnen. In der Humboldt-Viadrina School of Governance skizzierte der ehemalige Ständige Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen die Rolle Deutschlands in der Welt des 21. Jahrhunderts. Die geladenen Vertreter aus SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und FPD diskutierten im Anschluss Gemeinsamkeiten und Unterschiede der außenpolitischen Positionen der Parteien. mehr

