Fedor Ruhose kommentiert Dänemark-Wahl

Kann die SPD von den dänischen Sozialdemokraten lernen? Bei der Parlamentswahl am 5. Juni gewannen diese mit einem Rechtsruck und einem migrationskritischen Kurs – aber nicht unbedingt deswegen, mahnt Fedor Ruhose.

Die Sozialdemokraten in Dänemark konnten die letzte Parlamentswahl für sich entscheiden – und Deutschland diskutiert, ob sie zum Vorbild für die SPD werden sollte. Der Wahlerfolg sei aber nicht auf den Rechtsruck der dönischen Sozialdemokraten zurückzuführen, mahnt Fedor Ruhose in seinem Artikel im Vorwärts. Vielmehr hätten die Themen Klima und Pflege die Wahl dominiert. Migration habe erst an dritter Stelle gestanden – und während der Rechtsruck zur Stimmenabwanderung von der Volkspartei führte, wanderten ebenso viele Wähler weiter nach links ab. „So haben die grüne sozialistische Volkspartei und die migrationsfreundliche Radikale Venste die stärksten Zugewinne verzeichnet.“ Statt über eine härtere Migrationspolitik zu diskutieren, müsse die SPD daran arbeiten, das Vertrauen ihrer Wähler zurückzugewinnen – und ihre Kompetenz in der Integrationspolitik beweisen.

Autor:innen

Fedor Rose

Policy Fellow
Fedor Rose ist hauptberuflich Staatssekretär im Ministerium der Finanzen. Er ist Policy Fellow am Berliner Think Tank „Das Progressive Zentrum“.

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