Wenn wir den weiteren Aufstieg der extremen Rechten verhindern wollen, brauchen wir eine Wirtschaftspolitik, bei der die Bedürfnisse und die Würde der Menschen im Mittelpunkt stehen, schreibt die Ökonomin und Professorin Isabella M. Weber, in ihrem neuen Buch. In diesem Auszug zeichnet sie nach, wie die extreme Rechte den Kapitalismus von rechts kulturalisiert um für sich zu mobilisieren – und dafür ein eigentlich linkes Feindbild für sich beansprucht.
Während in Österreich mit Andreas Babler ein Hoffnungsträger der europäischen Progressiven geht, hat in Großbritannien mit Andy Burnham ein neuer die Bühne betreten. Ob dieser seine Strahlkraft entfaltet, hängt an mehr als an seiner Person.
Die Rede des britischen Premierministers Andy Burnham auf dem Labour-Parteitag in Liverpool war eine Meisterleistung moderner politischer Kommunikation: persönlich, selbstkritisch, konfliktbereit. Und vor allem mit einer erkennbaren Richtung. Ihr interessanter Kern liegt jedoch tiefer: in der Umdeutung eines populistischen Versprechens.
Es wäre eine Verzwergung der Lage, die Krise von SPD und Grünen vor allem als spezifische Schwäche dieser beiden Parteien zu lesen. In fast allen westlichen Demokratien stehen Mitte-Links-Parteien unter Druck, und Mitte-Rechts-Parteien ebenso.
In Toronto sind internationale Regierungsvertreter:innen, Denker:innen sowie Repräsentant:innen der Zivilgesellschaft und von Thinktanks zum Global Progress Action Summit zusammengekommen.