Berliner Bürgerdialog zum sozialen Europa

Das Progressive Zentrum engagiert sich zusammen mit der Initiative Offene Gesellschaft für den Berliner Beitrag zur Konferenz zur Zukunft Europas


Wie wollen wir in Zukunft leben? Dieser Frage widmen sich rund 120 Berliner Bürger:innen im Winter 2021 im Rahmen der europäischen Zukunftskonferenz.


Berliner Bürgerdialog

 

Gemeinsam mit der Initiative Offene Gesellschaft und gefördert vom Land Berlin engagiert sich das Progressive Zentrum anlässlich der Konferenz zur Zukunft Europas für einen Berliner Bürgerdialog zum Thema Soziales Europa. Bis zu 120 Berlinerinnen und Berliner diskutieren im Winter 2021 unsere Zukunft in der Europäischen Union (EU). Das ist eine bisher einmalige Gelegenheit für die Bürger:innen sich bei der Gestaltung der EU einzubringen.

 

Repräsentative Auswahl der Bürgerinnen und Bürger

Der Kreis der Teilnehmenden am Berliner Bürgerdialog ist dabei so bunt wie unsere Stadtgesellschaft, um vielfältige Facetten und Blickwinkel in die Diskussion aufzunehmen. Nach Sichtung aller Bewerbungen wurde eine Gruppe von 120 Berliner:innen ausgewählt, die möglichst heterogen die Berliner Stadtgesellschaft repräsentieren sollen: Die Geschlechter waren paritätisch vertreten, es waren Personen im Alter von 16 bis über 70 Jahren mit dabei und sämtliche Bildungsabschlüsse waren repräsentiert. Die Teilnehmenden kamen zudem aus allen 12 Berliner Bezirken und es waren auch Personen ohne die deutsche Staatsangehörigkeit vertreten.

 

Gliederung in zwei Veranstaltungen

Der Berliner Bürgerdialog zum Thema Soziales Europa gliedert sich in zwei Veranstaltungen. Bei der Auftaktveranstaltung am 13. November 2021 starteten die Bürger:innen in vier thematischen Arbeitsgruppen die Diskussion über wahrgenommene Problemlagen und Wünsche an die europäische Politik. 

Die vier Arbeitsgruppen befassten sich mit den folgenden Themen:

  1. Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der EU
  2. Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung in der EU
  3. Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion in der EU
  4. Soziale Gerechtigkeit und Solidarität in der EU

 

Das Moderationsteam im Studio, Khaldun Al Saadi und Marett Klahn, eröffnet die digitale Auftaktveranstaltung.

 

Bei der Abschlussveranstaltung am 10. Dezember 2021 werden die 120 Bürger:innen dann gemeinsam, nach einer offenen Diskussion im Plenum des Berliner Abgeordnetenhauses, ihre politischen Forderungen an die EU verabschieden. Die hier formulierten Reformvorschläge und Wünsche werden über die digitale Plattform der europäischen Zukunftskonferenz an die EU übergeben.

 

Ein erster inhaltlicher Zwischenstand

Mittels eines Graphic Recordings wurde ein erster Zwischenstand der Diskussionen in den vier Arbeitsgruppen über die aktuelle Problemwahrnehmung und mögliche Forderungen an die EU festgehalten.

 

 

 

Konferenz zur Zukunft Europas

 

Unter dem Motto „die Zukunft liegt in deiner Hand“ ist die europäische Zukunftskonferenz am 9. Mai 2021 in Straßburg eröffnet worden. Die Konferenz bietet allen Europäer:innen die Möglichkeit, Europas Zukunft nach ihren Wünschen aktiv mitzugestalten. Bürger:innen sind europaweit aufgefordert, sich mit ihrer Stimme in den Diskussionen und Debatten zu den zentralen Herausforderungen der Europäischen Union Gehör zu verschaffen.

 

Im Mittelpunkt unserer Politik müssen stets die Menschen stehen. Ich wünsche mir daher, dass sich alle Menschen in Europa aktiv an der Konferenz zur Zukunft Europas beteiligen und so die Prioritäten der EU maßgeblich mitbestimmen. Denn nur gemeinsam können wir unser Europa von morgen gestalten.“

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission

In ganz Europa werden im Rahmen der Zukunftskonferenz Veranstaltungen, Debatten und Bürgerdialoge sowohl von zivilgesellschaftlichen als auch von staatlichen Akteur:innen organisiert. Auf der digitalen Konferenzplattform der EU werden neben den Veranstaltungsterminen anschließend auch die Berichte eingestellt. Darüber hinaus werden besonders wichtige Themen und Beiträge von der Plattform in den von der EU organisierten Europäischen Bürgerforen und Plenartagungen aufgegriffen. Damit soll gewährleistet werden, dass die Anliegen der Bürger:innen auf europäischer Ebene berücksichtigt werden.

 

Schließlich wird aus all diesen Beiträgen und Debatten voraussichtlich im Frühjahr 2022 ein Abschlussbericht gefertigt. Der Bericht wird dem gemeinsamen Konferenzvorsitz aus Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und Rat vorgelegt. Diese prüfen dann entsprechend ihrer institutionellen Zuständigkeiten, wie mit den Ergebnissen der Konferenz weiter verfahren wird.


Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden Sie HIER.