Innovation & Nachhaltigkeit

Neuer Schwung für die Debatte um inklusives Wachstum in Deutschland und Europa

Übersicht über die Projektergebnisse


Im Rahmen von vier Roundtables und fünf Papieren hat sich Das Progressive Zentrum der Debatte um ein inklusives Wachstum gewidmet.


Die Diskussion zur Zukunft unseres Wirtschafts- und Sozialmodells gewinnt aktuell an Fahrt. Die kommende Bundesregierung hat sich hierzu prominent in der Präambel des Koalitionsvertrags geäußert: „Unser Ziel ist ein nachhaltiges und inklusives Wachstum, dessen Erträge allen zugutekommen. (…) Deutschland braucht wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt, an dem alle teilhaben.“ CDU, CSU und SPD bekräftigen damit ihr Ziel, die Fortschrittsdebatte zum Kern ihrer wirtschaftspolitischen Regierungsagenda zu machen.

Die Erhöhung der Teilhabe breiter Bevölkerungsschichten am Erwerbsleben ist die Voraussetzung, dass Deutschland seine wirtschaftliche Dynamik trotz des demographischen Wandels erhalten kann. Der Abbau sozialer Ungleichheiten, die Erhöhung individueller Chancengerechtigkeit und eine spürbar bessere Teilhabe der Menschen am wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Leben müssen der Anspruch der Sozialen Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert sein. Nach wie vor haben wir einen zu großen Niedriglohnsektor, eine Lohnlücke zwischen den Geschlechtern, große öffentliche Investitionslücken und wirtschaftliche Ungleichgewichte in der Eurozone. Zudem gehen mit Globalisierung und Digitalisierung zahlreiche strukturpolitische Herausforderungen einher.

Vor diesem Hintergrund hat Das Progressive Zentrum das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt „Neue Wege zu inklusivem Wachstum – Impulse für die Soziale Marktwirtschaft von morgen“ ins Leben gerufen. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe und von Diskussionspapieren wurden Ende 2017 Zukunftsfragen zur Digitalisierung, Globalisierung, Arbeit von morgen und zum Strukturwandel adressiert und mitunter kontrovers diskutiert. Ausgehend von diesen Dialogen haben wir zudem den kühnen Versuch unternommen, ein übergreifendes Narrativ eines inklusive(re)n Wachstums zu erarbeiten. Ausgewählte Projektergebnisse sowie weiterführende Kurzimpulse (wie z.B. ein Beitrag von den renommierten VordenkerInnen Kate Pickett und Richard Wilkinson zur Frage nach den „Kosten von Ungleichheit“) finden Sie auf unserer neuen Debattenplattform:

inklusives-wachstum.de

Ziel der Plattform ist es, die Debatte darüber, wie wir ein nachhaltiges und inklusives Wachstum in Deutschland und Europa erreichen können, weiter voranzutreiben.


Progressive Impulse aus dem Projekt

Grundlagenpapier5In diesem Grundlagenpapier setzen sich Manuel Gath und Dominic Schwickert mit den Grundannahmen auseinander, die der Idee eines inklusiven Wachstums zugrunde liegen. Inklusives Wachstum bietet sich an als neues Narrativ für die gesellschaftspolitische Debatte über die Wirtschaft von morgen. Dieses soll von sieben Kernbotschaften geleitet werden.

 

 

DigitalisierungCoverIWPublikationenEuropa1CoverIWPublikationen

In diesem Paper diskutiert Andreas Audretsch, inwiefern unsere Wirtschaftspolitik die Brücke schlagen muss zwischen der Digitalisierung unseres Wirtschaftssystems und der Herausforderung einer inklusiveren Teilhabe möglichst vieler Menschen.

Christian Beck und Manuel Gath diskutieren in diesem Paper, inwiefern inklusives Wachstum das europäische Wohlstandsversprechen erneuern kann. Das Paper stellt verschiedene Bedingungen auf, die dieses Versprechen möglich machen können.

 

StrukturwandelCoverIWPublikationen ArbeitslebenCoverIWPublikationen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Discussion Paper entwickelt Florian Ranft elf konkrete Policy-Vorschläge zur Gestaltung eines inklusiven Wirtschaftsmodells. Diese sollen den Herausforderungen von Strukturwandel gerecht werden und Lösungsansätze bieten.

Daniel Sahl und Manuel Gath plädieren in diesem Discussion Paper für eine  aktive Mitgestaltung der Teilhabe am Arbeitsleben. Sie skizzieren die Herausforderungen unserer Volkswirtschaft, sowie konkrete Hebel, um die Arbeitswelt von morgen inklusiv zu gestalten.


Weitere Beiträge auf der Plattform

„Die wahren – und falschen – Kosten von Ungleichheit“

Die Auswirkungen von Ungleichheit auf unsere Gesellschaft sind gravierender als man vermeintlich annehmen mag. Diesen Auswirkungen widmet sich der Debattenbeitrag von Kate Pickett und Richard Wilkinson, der aufzeigt, dass Ungleichheit eine Individualisierung vorantreibt, in der durch Abgrenzung die Lebensqualität aller Einzelnen auf der Strecke bleibt.

pic and wil

„Warum gerechtigkeitsorientierte Politik auf eine Strategie der öffentlichen Räume und Netze setzen muss

Im Rahmen der Essayreihe “Soziale Marktwirtschaft: All inclusive?” in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung hat sich Peter Siller mit der Notwendigkeit von inklusiven Infrastrukturen im Sinne öffentlicher Räume und Netze für ein Mehr an Gerechtigkeit auseinandergesetzt. Er diskutiert, was öffentliche Infrastrukturen benötigen und wie zugänglich diese Strukturen sein müssen, um Teilhabe zu ermöglichen.

BSTCoverIWPublikationen

„Die Soziale Marktwirtschaft zukunftsfähig machen“

Die Soziale Marktwirtschaft galt in Deutschland über 60 Jahre lang als Garant für Stabilität und Wachstum. Vor welchen Herausforderungen  sie heute steht und inwieweit sich das Konzept eines inklusiven Wachstums damit in Bezug setzen lässt – das sind die zentralen Fragen, mit denen sich Manuel Gath und Bastian Jantz vom Progressiven Zentrum und Armando García-Schmidt von der Bertelsmann Stiftung in diesem Impulspapier auseinandersetzen.

JantzCoverIWPublikationen


 

Logo_prog_zent