Zukunft der Demokratie Innovation & Nachhaltigkeit Veranstaltung

Ökologie und Freiheit: Wie kann die liberale Demokratie effektive Klimapolitik betreiben?

Klimapolitik: im Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Ökologie


Eine gemeinsame Roundtable-Veranstaltung vom Zentrum Liberale Moderne und Das Progressive Zentrum


Ich möchte teilnehmen

 

Die Auseinandersetzung um die Klimapolitik ist in eine neue Phase getreten. Hunderttausende junger Leute sind VorreiterInnen einer neuen Klima-APO. Wenn die Kluft zwischen dem Ruf nach radikalen Veränderungen auf der einen Seite und einer mangelnden Responsivität und Geschwindigkeit von Politik und Wirtschaft auf der anderen Seite wächst, kann daraus ruck zuck eine Legitimationskrise der Demokratie entstehen. 

Die bisherige Moderne basierte auf der scheinbar unbegrenzten Verfügbarkeit fossiler Energien. Sie waren der Treibstoff einer ungeheuren Steigerung von Produktion und Konsum sowie einer nahezu unbegrenzten Mobilität. Jetzt, da die Erkenntnis, dass die Verbrennung von Kohle und Öl das Erdklima aus den Fugen hebt, in unmittelbare politische Forderungen gemünzt wird, gerät auch der expansive Freiheitsbegriff der Moderne in die Kritik. Es erscheint folgerichtig, die heutige Freiheit einzuschränken, um die künftige Freiheit aller zu schützen. In den sozialen Netzwerken kursiert schon die Frage, ob unsere demokratischen Verfahren und Institutionen überhaupt in der Lage sind, die zur Stabilisierung des Klimas notwendigen Maßnahmen rechtzeitig zu treffen.

Prominente Umweltschützer wie der Norweger Jorgen Randers sympathisieren offen mit dem chinesischen Modell. In ihrer Sicht wird Demokratie zum Luxus, den wir uns nicht mehr leisten können: zu langsam, zu viele Rücksichten auf Partikularinteressen, zu viele „faule Kompromisse“. Alle Politik soll sich am kategorischen Imperativ des Klimaschutzes ausrichten. Die Überzeugung schwindet, dass die Kombination aus freiheitlicher Demokratie und Marktwirtschaft am besten geeignet ist, die Probleme der Moderne zu bewältigen. 

Angesichts der lauter werdenden Rufe nach radikalen Eingriffen in Wirtschaft und Alltagsleben stellt sich die Frage, wie Freiheit nicht als Gefahr, sondern – im Rahmen eines Konzepts globaler Verantwortung – als Chance zu verstehen ist, die Klimakrise zu bewältigen und gleichzeitig eine liberale Gesellschaft zu bewahren.

Was bedeutet also Freiheit in Zeiten des Klimawandels – und wie können wir Ökologie und Freiheit unter einen Hut bringen? 

Diese Fragen diskutieren wir mit folgenden spannenden Gästen

– Viviane Raddatz (WWF) angefragt
– Dr. Julia Hertin (Geschäftsführerin Sachverständigenrat für Umweltfragen)
– Ralf Fücks (Zentrum Liberale Moderne)
– Sabrina Schulz (Leitung Bundesangelegenheiten, KfW)

Moderation: Hannes Koch, die Korrespondenten

 

Wir laden Sie herzlich ein

Datum: 29. Oktober 2019

Zeit: 12.30-14.00 Uhr

Ort: Zentrum Liberale Moderne, Reinhardtstr. 15, 10117 Berlin

Für einen Mittagssnack wird gesorgt. 

Die Veranstaltung aus der Reihe „Challenging Democracy“ ist eine Kooperation des Zentrum Liberale Moderne und des Progressiven Zentrums. 

 





Paulina Fröhlich


Event Date

29. Oktober 2019 | 12:30 Uhr


Place

Zentrum Liberale Moderne, Reinhardtstraße 15, 10117 Berlin


Schlagwörter

DemokratieFreiheitKlimawandelÖkologieRoundtable