Christoph Möllers und Jonas Schaible diskutieren „Demokratie im Feuer“

Wie bedingen Klima und Demokratie sich gegenseitig? Das Progressive Zentrum lud zur Buchvorstellung und Diskussion in Berlin

Klimaschutz und Demokratie, das passt für viele Menschen nicht zusammen. Den einen geht der Kampf gegen die Klimakrise zu langsam voran, während die anderen sich von einer angeblichen Ökodiktatur bedroht sehen. Jonas Schaible ermöglicht mit seinem Buch einen neuen Blick auf Politik in Zeiten der Klimakrise. Wir diskutierten „Demokratie im Feuer“ u.a. mit dem Rechtsphilosophen Christoph Möllers hier in Berlin.

Am 10. Mai stellte Jonas Schaible die zentralen Thesen seines Buches in elaborierter Runde im Progressiven Zentrum vor. Der Spiegel-Journalist zeigt in seinem Buch “Demokratie im Feuer”, dass Klima und Demokratie sich gegenseitig bedingen: Demokratie gibt es nur auf einem bewohnbaren Planeten – und das Klima wird sich nur mit demokratischen Mitteln retten lassen. Dafür ist aber Umdenken nötig: Demokratie kann nur als Klimademokratie bestehen. Bevor die Debatte für alle Teilnehmer:innen geöffneten wurde, teilte Christoph Möllers, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, seine verfassungsrechtlichen Einschätzungen zu den Thesen. Anschließend diskutierten im Roundtable-Format etwa 30 ausgewählte Gäste aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Medien, darunter etwa Klimawissenschaftlerin Brigitte Knopf und Transformationsexpertin Sabrina Schulz. Auch hier drehte sich Diskussionen um Fragen der Verrechtlichung, ebenso wie um die soziale Frage, gesellschaftliche Widerstände und Beteiligung.

Das könnte auch interessant sein: Jonas Schaible im Gespräch mit unserer Demokratieexpertin Paulina Fröhlich hier zum Nachlesen.

Warum wir ein neues Machtsverständnis brauchen – und Menschen mit biografischen Transformationserfahrungen

Veröffentlicht am
In der deutschen Bevölkerung machen sich angesichts der aktuellen Krisen Gefühle von Ohnmacht und Überforderung breit. Die Politik der Bundesregierung begegnet dieser emotionalen Verunsicherung größtenteils mit paternalistischer Fürsorge oder technokratischer Distanz: die Transformation als ein Top-Down-Projekt, das leise ist und bestenfalls niemand zu spüren bekommt. Wie eine alternative Transformationspolitik aussehen könnte, die den Bürgerinnen und Bürgern vor allem Handlungsspielräume und Gestaltungsmacht ermöglicht, haben wir mit den Autorinnen Sophie Pornschlegel und Jeannette Gusko diskutiert. Zwei Frauen, zwei Thesen – und eine zentrale Erkenntnis aus der Schnittmenge ihrer Bücher.

Gerhard Schröder: "Er hat die SPD verhöhnt und der Lächerlichkeit preisgegeben

Veröffentlicht am
Unser Vorsitzender Wolfgang Schroeder im Interview mit ZEIT zum Umgang der SPD mit dem Altkanzler Schröder.
teilen: