Wie Transformation als Klassenfrage politisiert werden kann. Zur Debatte um das Verhältnis von Arbeit und Klima

Zusammenfassung

In der Transformationsfrage wird die Distanz zwischen progressiven Parteien und Arbeiterschaft deutlich. Klimapolitische Debatten werden überwiegend abseits der Arbeits- und Lebensrealitäten von Menschen mit niedrigem Einkommen geführt, entsprechend werden Progressive in der Klimafrage kaum als glaubwürdige Interessenvertreter wahrgenommen. Möchten sie Arbeiter*innen für sich gewinnen, müssen linke Parteien den Betrieb als Aushandlungsort gesellschaftlicher Veränderungen ins Zentrum ihrer Transformationspolitik stellen. Das bedeutet, den Ausbau guter Arbeit und betrieblicher Mitbestimmung als integralen Bestandteil einer progressiven Transformationsagenda zu begreifen und die Transformation als Verteilungsfrage zu politisieren – kommunikativ wie programmatisch.

Schlagworte: betriebliche Mitbestimmung, Partizipation, sozialer Konflikt, Klassen, Verteilung

Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

teilen: