Digitale Medienpräsenz und moderne Online-Berichterstattung: Eine abstrakte, leuchtende Illustration auf einem dunkelblauen Tech-Hintergrund zeigt ein Smartphone, aus dem eine digitale Stadt mit einem prominenten Play-Button-Symbol emporsteigt, umrahmt von gelben Leiterbahnen.

Politische Meinungsbildung von Kindern und Jugendlichen in sozialen Netzwerken – Erkenntnisse zum Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen von Social Media zur politischen Meinungsbildung aus der Studie „How to Sell Democracy“

Es ist längst keine Schlagzeile mehr: Junge Menschen verbringen im Alltag viel Zeit in digitalen Welten. Doch der Blick auf das Smartphone der jungen Generationen dient heute weit mehr als der reinen Unterhaltung: Soziale Medien haben sich als Quelle für politische Informationen in jungen Altersgruppen etabliert, mit Kurzvideo-Plattformen wie Instagram, TikTok und Snapchat im Zentrum (Behre et al., 2024; Newman et al., 2025).

In der Theorie schaffen diese neuen Nachrichtenquellen ideale Voraussetzungen für den demokratischen Diskurs – schließlich sind Bundesministerien und Politikerinnen und Politiker heute präsenter denn je im digitalen Feed. Auch das allgemeine politische Interesse der jungen Generationen ist messbar gestiegen (Albert et al., 2024). Doch hinter der Fassade aus Reels, Postings und Storys klafft eine beachtliche Lücke: Trotz der ständigen digitalen Verfügbarkeit hat ein Großteil der jungen Menschen weiterhin das Gefühl, von der Politik weder gehört noch ernsthaft berücksichtigt zu werden. Der Wunsch nach echter Einbindung und ernstgemeinter politischer Ansprache ist groß (McDonnell et al., 2024) – die Umsetzung wird jedoch oft als ungenügend wahrgenommen. Laut dem Institut für Generationenforschung (2025) bewertet die Mehrheit der Zielgruppe die aktuelle politische Kommunikation auf Social Media als „schlecht“ oder „sehr schlecht“.

Der Beitrag erschien am 29.05.2026 bei der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz Aktuell.

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