Der Kommunikationsberater Peter Ruhenstroth-Bauer hat für den Autorenblog Carta einen Kommentar über unsere Veranstaltung, bei der die GeneralsekretärInnen der etablierten Parteien über unsere Studie zur Parteireform diskutierten, veröffentlicht. Hier hob er zunächst hervor, dass eine Veranstaltung, bei der fünf GeneralsekretärInnen zusammenkommen, nicht gerade alltäglich sei.
Zwar sei das Thema nicht neu, so Ruhenstroth-Bauer, an Wichtigkeit habe es jedoch keinesfalls eingebüßt. Er zitiert Policy Fellow und Studien-Autor Hanno Burmester:
Keine Institution übernehme „die Orientierungsfunktion“ in unserer Gesellschaft so wie die Parteien. Spürbar sei „die Sehnsucht nach vitalen und starken Parteien, auf der Höhe der Zeit.“ Burmester plädiert für ein Umdenken: für eine neue Innovationskultur der Parteien. Statt den mühsamen Weg des Fortschritts über die Gremien, einfach mal den Mut haben, neue Wege auszuprobieren und zu schauen, was dann wächst. Um die Latte für die Diskutanten gleich ganz hoch zu legen, forderte er auch ein neues Führungsverständnis der Parteifunktionäre – „Befähiger“ statt „Gatekeeper“.
Wenngleich der Autor die Diskussion der GeneralsekretärInnen als „Instrumentendebatte“ sieht, in der zwar Probleme erkannt jedoch nur unzureichend beantwortet würden, lobt er die Arbeit des Progressiven Zentrums:
Die Studie und der vielversprechende Auftakt gaben den Parteimanager/innen gute Vorlagen für eine kontroverse Diskussion über die Realität von Mitgliederparteien und deren Zukunft.