Managing Director Kristalina Georgieva speaks during the Annual Meetings Plenary during the 2022 Annual Meetings at the International Monetary Fund.

Progressive Economics Network startet mit Pre-Briefing zu den IMF Annual Meetings

Welche makroökonomischen Strategien können uns aus den aktuellen Krisen führen?

Die Länder des Westens stehen angesichts der hohen Inflation, steigender Energiekosten sowie unterschiedlicher makroökonomischer Positionen vor großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat Das Progressive Zentrum (DPZ) zusammen mit der Foundation for European Progressive Studies (FEPS) und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) einen exklusiven Raum für Regierungsberater:innen und Wirtschaftsexpert:innen geschaffen, um gemeinsam Strategien für die kommenden Monate zu entwickeln: Das Progressive Economics Network. Das Auftakttreffen fand kurz vor den IMF Annual Meetings in Washington DC als digitale Debatte statt.

Am 6. Oktober fand das virtuelle Kick-off-Meeting für das neu gegründete Progressive Economics Network statt. Das Netzwerk soll Wirtschaftsberater:innen und politischen Entscheidungsträger:innen einen Raum bieten, um Strategien zu entwickeln, „Best Practices” auszutauschen und eine progressive wirtschaftspolitische Strategie zu erarbeiten. Angesichts der anhaltenden Inflationskrise und der Energieknappheit müssen Progressive schnell Lösungen entwickeln.

Vor den Annual Meetings des IMF in Washington DC vergangene Woche nahmen 34 Berater:innen und Expert:innen an der exklusiven Diskussion teil. Prof. Ulrike Malmendier (Berkeley) und Prof. Moritz Schularick (Sciences Po / Bonn) eröffneten die Debatte mit ihren Standpunkten zur aktuellen makroökonomischen Situation, gefolgt von einer Antwort von Steffen Meyer (Bundeskanzleramt). Carys Roberts (IPPR) moderierte das Treffen.

Key Takeaways

  1. Es besteht die Gefahr, dass die Geldpolitik zu sehr gestrafft wird.
  2. Fiskalpolitik sollte im derzeitigen inflationären Umfeld mehr tun, um Gering- und Mittelverdiener:innen zu unterstützen, und gleichzeitig einen umfassenden Stimulus vermeiden.
  3. Steuerreformen sind notwendig, um sicherzustellen, dass die laufenden Maßnahmen zur Stützung der Lebenshaltungskosten auf einer soliden Einnahmebasis beruhen.
  4. Es besteht ein komplexes „Trade Off” zwischen Preisobergrenzen und direkten Subventionen. Eine Lösung kann aber durch geschickte Einbindung von Erkenntnissen aus der Verhaltensökonomie gelingen.

Synopse

Das Progressive Zentrum hat eine Synopse erstellt, die die vier wichtigsten Erkenntnisse aus der Diskussion zusammenfasst und die offizielle Position des DPZ erläutert.

In Kooperation mit

Autor

Florian Ranft

Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter | Green New Deal
Florian Ranft ist Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortet den Schwerpunkt "Green New Deal" des Progressiven Zentrums. Zuvor war er Head of Policy and International bei Policy Network und Senior Research Analyst beim Centre for Progressive Policy, zwei Londoner Think-Tanks. Davor hat er an den Universitäten in Frankfurt und Greifswald in den Bereichen politische Soziologie und internationaler Politik gelehrt und geforscht.

Carsten Jung

Ökonomischer Seniorberater
Carsten ist ökonomischer Seniorberater beim Progressivem Zentrum sowie Senior Economist am britischen Institute for Public Policy Research (IPPR). Er leitet die Arbeiten zur Makroökonomie und zur strukturellen Wirtschaftsreform.

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Fotocredit: IMF Photo/Allison Shelley

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