Im Rahmen des Progressiven Sommerfestes 2026 erscheint unser Instagram-Format „Was liest Das Progressive Zentrum?“ in einer Sonderausgabe. Für die parlamentarische Sommerpause empfehlen unsere Policy Fellows, Projektmanager:innen, Eventmanager:innen und unser wissenschaftlicher Beirat verschiedenste Bücher. Viel Freude beim Lesen und Entdecken!
Märtyrer! (Kaveh Akbar, 2025)

Kein politischer Buchtipp (gern geschehen!), aber Zeitgeschichte und Weltpolitik schimmern schon durch in diesem einzigartigen, kaum einzuordnenden Debütroman des Dichters Kaveh Akbar. Selten wurden Fragen von Entwurzelung und Zugehörigkeit, Liebe, Sucht und Tod so präzise, so berührend (und dabei ohne Kitsch), so lustig und vor allem: so wahrhaftig verhandelt.
Leonard Novy, Policy Fellow, Das Progressive Zentrum
Material World (Ed Conway, 2024)

Conway schreibt sechs Reiseberichte über Rohstoffherkunft, Innovation und Industrialisierung. Material World wurde zu meinem persönlichen Nachschlagewerk für Sand, Eisen, Salz, Öl, Kupfer und Lithium, ihre Rolle in Schlüsseltechnologien und in wirtschaftlicher Sicherheitspolitik.
Daniela Blaschke, Policy Fellow, Das Progressive Zentrum
Was das Valley herrschen nennt (Adrian Daub, 2026)

Entlang historischer Entwicklungslinien entschlüsselt Adrian Daub den Herrschaftsanspruch der kalifornischen Tech-Elite, die kollektive Vorstellung unserer Zukunft zu monopolisieren. Ein packender Weckruf für den politischen Lesesommer, der dazu anregt, unsere europäische Lebensweise als gemeinwohlorientiertes Gegenmodell mutig weiterzuentwickeln.
Jan Kjell Lange, Junior Projektmanager, Das Progressive Zentrum
Das können wir uns nicht leisten (Miriam Davoudvani, 2026)

Was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein, wird von Miriam Davoudvandi auf sehr persönliche und berührende Art erzählt. Ihre Perspektive macht greifbar, wie tief das Gefühl von Scham sitzen kann, wenn man in Armut aufwächst und was das mit dem eigenen Selbstwert macht. Das Buch führt eindrucksvoll vor Augen, wie tief Klassismus in unserer Gesellschaft verankert ist.
Lena Stolz, Junior Eventmanagerin, Das Progressive Zentrum
Klassengesellschaft akut (Nicole Mayer-Ahuja, 2025)

Leben wir heutzutage noch in einer Klassengesellschaft? Ja, argumentiert Nicole Mayer-Ahuja in ihrem neuen Buch, das die Arbeitserfahrungen unterschiedlicher Gruppen von Beschäftigten untersucht. Ein Must-Read für all jene, die die Spaltungslinien zwischen Lohnabhängigen verstehen wollen und nach Solidarisierungspotenzialen suchen.
Johanna Siebert, Senior Projektmanagerin, Das Progressive Zentrum
Das amerikanische Beben (Christina Morina, 2026)

Christina Morina, die selbst in den USA studiert hat, kehrte 2024/25 für einen einjährigen Forschungsaufenthalt mit ihrer Familie zurück nach New York. Sie berichtet aus erster Anschauung, wie sich das Klima nach dem zweiten Amtsantritt Trumps an den Universitäten, aber auch im Alltag der Menschen veränderte und welcher Druck auf den Liberalen lastet – und zieht daraus Lehren für notwendige präventive Maßnahmen für den Schutz der Demokratie in Deutschland.
Claudia Gatzka, Policy Fellow, Das Progressive Zentrum
Volksaufstand und Katzenjammer (Kolja Möller, 2020)

Eine kurze Ideengeschichte des Populismus vom Rom im Jahre 1347 bis in die Gegenwart. Kolja Möller zeigt, warum der Appell an das Volk immer wiederkehrt und was Progressive daraus für einen guten Aufstand lernen können.
Andreas Oldenbourg, Senior Projektmanager, Das Progressive Zentrum
Sanditz (Lukas Rietzschel, 2026)

Ein beeindruckender Generationenroman über die Umwälzungen in der ostdeutschen Provinz von den 1970ern bis in die Gegenwart. Mit feinem Gespür für seine Figuren erzählt Lukas Rietzschel von Verlust, Widerstand und Zugehörigkeit – ein gleichermaßen intimes wie politisches Buch!
Carl Schüppel, Junior Projektmanager, Das Progressive Zentrum
Muskismus (Quinn Slobodian und Ben Tarnoff, 2026)

Muskismus ist ein scharfsinniges Buch über eine Gegenwart, in der technologische Erlösungsfantasien, politischer Furor und unternehmerische Hybris zu einer wirkmächtigen Weltanschauung verschmelzen. Es nimmt Elon Musk nicht nur als Person ernst, sondern auch als Symptom – und zeigt mit analytischer Schärfe, warum Muskismus bisweilen absurd wirkt, aber gerade deshalb nicht unterschätzt werden darf.
Anke Hassel, Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats, Das Progressive Zentrum
Die Geschichten in uns (Benedict Wells, 2024)

Benedict Wells verbindet persönliche Erfahrungen mit Reflexionen über das Schreiben und die Kraft des Erzählens. Besonders spannend ist, wie er zeigt, dass Geschichten nicht nur Literatur prägen, sondern auch unseren Blick auf uns selbst und die Welt.
Manuela Barišić, Policy Fellow, Das Progressive Zentrum











