Interessenvertretung in der Altenpflege

Die Pflegenden verfügen über das Potenzial und die Strategien für eine zeitgemäße Interessenvertretung

Zusammenfassung

Wolfgang Schroeder, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats vom Progressiven Zentrum, untersucht den Einfluss, den die zumeist weiblichen Beschäftigten auf ihre Arbeitsbedingungen haben.

Mittels umfassender Befragungen zeigt er empirisch gesichert auf, wie schwach deren Selbstorganisation bisher ausgeprägt ist. Diskutiert werden die historischen, arbeitsbezogenen und institutionellen Ursachen, warum sie die Handlungsspielräume bislang als eher gering und die Hindernisse für bessere Arbeitsbedingungen als eher hoch einschätzen. Dabei wird deutlich, dass die Pflegenden über das Potenzial und die Strategien für eine zeitgemäße Interessenvertretung verfügen. Diese zu nutzen ist besonders wichtig, weil so nicht nur attraktivere Arbeitsbedingungen geschaffen werden können, sondern auch das Problem des Fachkräftemangels behoben werden kann.

„Interessenvertretung in der Altenpflege“, herausgegeben von Wolfgang Schroeder, erschienen bei Springer VS:

Autor

Prof. Dr. Wolfgang Schroeder ist Vorsitzender des Progressiven Zentrums. Er hat den Lehrstuhl „Politisches System der BRD – Staatlichkeit im Wandel“ an der Universität Kassel inne. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Demokratie, Wandel des Staates und der Infrastruktur sowie Parteien und Verbände.
Agenda der Verantwortung: Rahmenpapier für das Politische Symposium 2025
Auf dem Politischen Symposium 2025 haben ausgewählte Entscheider:innen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zur „Agenda der Verantwortung“ diskutiert. Dieser Beitrag stellt das dafür entwickelte Rahmenpapier vor.
Attraktive Pflegeberufe durch Tarifautonomie
Bedingungen und Potenziale dynamischer Arbeitsbeziehungen in Zeiten des Fachkräftemangels
Varianzen der Transformation
Gesellschaftliche und industriepolitische Rahmenbedingungen für einen sozial-ökologischen Umbau
Wir sind nicht allein: Wie Deutschland und Europa die Abkehr der USA für die eigene Stärke und eine neue Form der internationalen Partnerschaftlichkeit nutzen können
Durch die Abkehr der USA von der regelbasierten Ordnung stellt sich die Frage: Stehen Deutschland und Europa nun allein da? Nein, sagen die Autor:innen unseres neuen Papers – und fordern eine Neuausrichtung der deutschen Partnerschaften auf europäischer und internationaler Ebene.

Wir entwickeln und debattieren Ideen für den gesellschaftlichen Fortschritt – und bringen diejenigen zusammen, die sie in die Tat umsetzen. Unser Ziel als Think Tank: das Gelingen einer gerechten Transformation. ▸ Mehr erfahren