Technologische und digitale Souveränität hat sich vom akademischen Konzept zum politischen Imperativ und wirtschaftlichen Resilienzfaktor entwickelt. Unser Thesenpapier – Ergebnis eines sektorübergreifenden Workshops sowie von zwölf Expert:inneninterviews – verleiht dieser Dynamik neue Impulse. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass die konsequente Nutzung industrieller Potenziale und Stärken die Chance bietet, Europas Souveränität von einer abstrakten Zielvorstellung in ein messbares und resilientes Ökosystem zu transformieren.
Statt kostspieligen Full-Stack-Ansätzen setzt das Thesenpapier auf eine Strategie der Selective Sovereignty, die den Fokus auf die Ausschöpfung von Stärken und Potenzialen in spezifischen industriellen Schlüsselbranchen wie der Mikroelektronik, Automatisierungstechnik, Batteriezellfertigung oder dem Maschinen- und Anlagenbau verschiebt. Ziel ist es, durch Lernprozesse und Lock-in-Effekte Hebelpunkte in wertschöpfungskritischen Prozessen, Datenflüssen und Standards zu entwickeln.
Wie dieser potenzialorientierte Weg zu mehr technologischer und digitaler Souveränität mit dem Konzept eines Industrial Stack konkret gelingt, skizzieren die zehn Thesen in unserem Papier.
Das Thesenpapier ist das Ergebnis eines einjährigen Arbeitsprozesses in Kooperation mit der Siemens AG. Es basiert auf einem sektorübergreifenden Expert:innenworkshop vom November 2025 sowie einer Reihe gezielter Expert:inneninterviews im Frühjahr 2026. Maßgeblich beteiligt waren Akteur:innen aus Politik, Industrie, Stiftungen, Gewerkschaften, Verbänden und wissenschaftlichen Instituten.

Wir entwickeln und debattieren Ideen für den gesellschaftlichen Fortschritt – und bringen diejenigen zusammen, die sie in die Tat umsetzen. Unser Ziel als Think Tank: das Gelingen einer gerechten Transformation. ▸ Mehr erfahren

