Diskussionspapier zur Innocracy25: Wie hältst Du’s mit der Demokratie?

Plädoyer für eine kritische Auseinandersetzung mit Demokratiedeutungen und für eine Politisierung der Demokratie von Seiten der Demokrat:innen.

Demokratie wird politisiert – als Konzept, als Wert, als Wort an sich. Sie wird zunehmend zum Gegenstand politischer Auseinandersetzung und Zuschreibung. Nicht im Sinne eines Ideenfeuerwerks demokratischer Zukünfte, sondern weil sie angegriffen wird. Sie steht auf Wahlplakaten von mitte-links bis rechtsextrem und verliert allein dadurch an Kontur und Aussagekraft.

Zwar bleiben die beeindruckenden Proteste zum Jahresbeginn 2024 für Demokratie und gegen Extremismus als selbstvergewissernder Moment der Zivilgesellschaft in Erinnerung. Doch hat sich weder daraus noch aus dem Lager moderat-demokratischer Parteien eine vorwärtsweisende, mehrdimensionale Kraft für eine zukunftsfähige Demokratie entwickelt. Stattdessen liegt das Momentum der Politisierung der Demokratie aufseiten der Rechtspopulist:innen und Rechtsextremist:innen. Sie mobilisieren zunehmend und fortwährend für ein anderes Demokratieverständnis – oder für etwas anderes als Demokratie?

Die Autor:innen des Papers plädieren für eine kritische Auseinandersetzung mit Demokratiedeutungen und für eine Politisierung der Demokratie von Seiten der Demokrat:innen. Für eine selbstbewusste Demokratiepolitik.

Impuls zur Innocracy25

Das Diskussionspapier dient als Impuls zur Innocracy, der großen zivilgesellschaftlichen Konferenz zu demokratischen Innovationen und der Transformation.

Auf der Innocracy25 wurden unter der Leitfrage Wie hältst Du’s mit der Demokratie? divergierende Demokratiedeutungen beleuchtet, Demokrat:innen zur selbstkritischen Reflexion über die Schwächen und Reformnotwendigkeiten der liberalen Demokratie angeregt und ein Verständnis dafür geschaffen, dass es sich lohnt, als Demokrat:innen gefestigt und geeint radikalen Populist:innen und Extremist:innen gegenüberzutreten.

Autor:innen

Paulina Fröhlich war stellvertretende Geschäftsführerin und verantwortete den Schwerpunkt „Resiliente Demokratie“ des Berliner Think Tanks Das Progressive Zentrum. Dort entwarf sie Dialog- und Diskursräume, leitete die europäische Demokratiekonferenz „Innocracy“ und war Co-Autorin von Studien und Discussion Papers.
Synopsen der Innocracy25: Wie hältst Du’s mit der Demokratie?
Die vielen klugen Fragen, Argumente und Ideen, die auf der Konferenz von mehr als 70 Speakers und insgesamt 550 Gäst:innen vorgebracht wurden, werden in Form von prägnanten Synopsen kondensiert.
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Wer sind die Neuen?
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Juliane Baruck arbeitete als Projektmanagerin im Bereich „Resiliente Demokratie“. Am meisten beschäftigen sie Fragen rund um Repräsentation, diverse Teilhabe, gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie das Verhältnis von Politik und Gesellschaft.
Synopsen der Innocracy25: Wie hältst Du’s mit der Demokratie?
Die vielen klugen Fragen, Argumente und Ideen, die auf der Konferenz von mehr als 70 Speakers und insgesamt 550 Gäst:innen vorgebracht wurden, werden in Form von prägnanten Synopsen kondensiert.

Carl Schüppel

Junior Projektmanager
Carl arbeitet als Junior Projektmanager im Bereich Resiliente Demokratie. Sein Fokus liegt auf Demokratiepolitik, politischer Strategie und strukturschwachen Regionen.
Synopsen der Innocracy25: Wie hältst Du’s mit der Demokratie?
Die vielen klugen Fragen, Argumente und Ideen, die auf der Konferenz von mehr als 70 Speakers und insgesamt 550 Gäst:innen vorgebracht wurden, werden in Form von prägnanten Synopsen kondensiert.
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Gelsenkirchen steht vor immensen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen – und hat viel Potenzial. Ausgehend von dieser Prämisse hat das Consol Theater Gelsenkirchen das Progressive Zentrum beauftragt, Gespräche mit Menschen vor Ort zu führen. Der Auswertungsbericht sammelt ihre Erfahrungen, Sichtweisen und Wünsche und macht deutlich: Die Perspektiven auf die Stadt sind vielfältig und wecken starke Emotionen. Um das Potenzial Gelsenkirchens zu entfalten, braucht es Geld, Gehör und Gestaltungsmacht.

Wir entwickeln und debattieren Ideen für den gesellschaftlichen Fortschritt – und bringen diejenigen zusammen, die sie in die Tat umsetzen. Unser Ziel als Think Tank: das Gelingen einer gerechten Transformation. ▸ Mehr erfahren