Die Zukunft der Stadt in Deutschland und den USA

 

New Urban Progress ist ein transatlantischer Dialog darüber, wie Städte innovativer, demokratischer und nachhaltiger werden können. Durch den Austausch bewährter Praktiken und außergewöhnlicher Lösungen arbeiten junge urbane  Vordenker:innen aus Deutschland und den USA an sozialem und wirtschaftlichem Fortschritt. Dabei erneuern sie die transatlantische Partnerschaft auf Ebene der Städte.

 

New Urban Progress Website (Englisch)

 

Im vergangenen Jahrzehnt wurden  die demokratischen Institutionen in Europa und den USA vor existenzielle Herausforderungen gestellt. Die Klimakrise, zunehmende Ungleichheit und illiberale politische Parteien erfordern innovative und kollaborative Lösungen. New Urban Progress ist eine Antwort auf diese Krisen, die auf der Idee basiert, dass Städte über ideale Voraussetzungen verfügen, um diesen  Herausforderungen zu begegnen und neue Brücken über den Atlantik zu bauen.

Junge urbane  Vordenker:innen aus den USA und Deutschland lernen voneinander und blicken gemeinsam über den Tellerrand konventioneller Politikansätze. Auf diese Weise erarbeiten sie Vorschläge, wie Städte zur Lösung globaler Probleme beitragen und Demokratien lokal stärken können.

 

New Urban Progress-Newsletter

 

New Urban Progress bringt 20 Fellows von beiden Seiten des Atlantiks zusammen. Gemeinsam stellen sie Menschen in den Mittelpunkt gestärkter transatlantischer Beziehungen zwischen Deutschland und den USA.

Die Fellows sind in drei Arbeitsgruppen organisiert:

Wirtschaftliches Wachstum allein reicht als Maß für Fortschritt nicht aus. Wenn Städte und Metropolen in den 2020er-Jahren wachsen, müssen sie ihre lokale Wirtschaft mit sozialer Gerechtigkeit, grünen Technologien und fairen Arbeitsbedingungen verknüpfen. Inklusive Innovation kann eine zentrale Rolle spielen, indem sie die Aufmerksamkeit der Wirtschaft auf aktuelle Herausforderungen lenkt und dabei das Wohl aller fördert. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich damit, wie urbane Ökonomien für mehr Gerechtigkeit in der lokalen Gemeinschaft sorgen und gleichzeitig einige der dringlichsten globalen Krisen adressieren können.
Um die Stadt zu demokratisieren, muss man verstehen, wie Entscheidungen gefällt werden und Macht verteilt ist. Es erfordert zudem eine Politik, die innovative Formen der Bürger:innenbeteiligung fördert, insbesondere in den Teilen der Gesellschaft, die bislang vom öffentlichen Leben ausgeschlossen waren. Inklusive Netzwerke zwischen sozialen, wirtschaftlichen und öffentlichen Sektoren können den Bürger:innen zu mehr Handlungsfähigkeit verhelfen. Stadtbewohner:innen haben so die Möglichkeit, bürgerschaftliche Partizipation unmittelbar zu erleben und sich in die demokratischen Institutionen einbringen. Die Arbeitsgruppe untersucht, wie gemeinschaftsbasierte Ansätze bestehende demokratische Defizite ausgleichen können, sodass die Stadt allen gehört. 
Heute ist klar, dass Nachhaltigkeit und soziale Mobilität untrennbar verbunden sind. Alle Bürger:innen verdienen gleichermaßen Schutz vor Umweltgefahren wie Hitze und Stürmen. Jetzt ist der Zeitpunkt, um in die Zukunft zu investieren: Rathäuser müssen den Bau inklusiver öffentlicher Infrastruktur ebenso priorisieren wie das Entstehen grüner Jobs mit fairen Löhnen. Wenn Wohnen, Verkehr und Wirtschaftswachstum nachhaltig gedacht werden, können sie zur Gerechtigkeit zwischen den Generationen beitragen. Die Arbeitsgruppe analysiert, wie Städte bestehende Ungerechtigkeiten korrigieren und die städtische Gemeinschaft der Zukunft stärken können.

New Urban Progress ist ein gemeinsames Projekt von Das Progressive Zentrum und der Alfred Herrhausen Gesellschaft in Deutschland sowie dem Progressive Policy Institute in den Vereinigten Staaten. Es wird durch das Transatlantik-Programm der Bundesrepublik Deutschland mit Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.