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FAZ-Ranking: Die einflussreichsten Ökonominnen

Maja Göpel und Anke Hassel in den Top 7


Zum ersten Mal gibt die FAZ ein eigenes Ranking der einflussreichsten Ökonominnen heraus. Unter den ersten sieben finden sich mit Maja Göpel und Anke Hassel gleich zwei Frauen aus dem Netzwerk von Das Progressive Zentrum.


Seit 2013 veröffentlicht die FAZ ihr jährliches Ranking der „einflussreichsten ÖkonomInnen Deutschlands“ – zum ersten Mal allerdings werden in diesem Jahr herausragende Ökonominnen mit einem eigenen Ranking gewürdigt. Laut Patrick Bernau (FAZ) sei der schlichte Grund dafür, dass sich zum ersten Mal „eine ausreichende Zahl von Frauen qualifiziert“ habe. Auf den ersten sieben Plätzen (von insgesamt 34 Ökonominnen) ist Das Progressive Zentrum gleich zweimal vertreten:

Maja Göpel, Policy Fellow bei Das Progressive Zentrum, Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), Klima-Aktivistin („Scientists for Future“) und Honorarprofessorin an der Leuphana-Universität in Lüneburg, belegt im Ranking den fünften Platz.

Anke Hassel, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat bei Das Progressive Zentrum und Professorin für Public Policy an der Hertie School of Governance, folgt auf Platz sieben. Das Ranking würdigt damit nicht nur ihre herausragende Arbeit, sondern auch ihre politische, gesellschaftliche und mediale Breitenwirkung über das Feld der Ökonomie hinaus.

Messbarer Einfluss, messbares Ungleichgewicht

Entscheidend für die Platzierung ist laut FAZ der messbare Einfluss der Ökonominnen, sowohl in ihrer wissenschaftlichen Disziplin als auch in der Politik und in den sozialen Medien. „Denn inzwischen“, so Bernau, „hat sich auf Twitter eine rege Debatte von Ökonomen, von Politikern und ihren Beratern sowie Journalisten über wirtschaftliche Fragen ergeben. Auch wer in dieser Debatte gehört wird, hat Einfluss.“ So erhalte jede gewertete Ökonomin einen Punktestand, in den beispielsweise die Zahl der Medienauftritte, die Zahl der Erwähnungen im Politikbetrieb und ein individueller „Social-Media-Score“ einfließe.

Dass bei insgesamt 250 angeführten ÖkonomInnen nur 34 Frauen vertreten sind, sei Ausdruck des realen Ungleichgewichts in der deutschen Ökonomie – und werde längst auch in der Fachwelt diskutiert.

Gender Gap auch in den Themen

Ein Gender Gap, so Bernau, lasse sich aber auch bei den Themen ausmachen, zu denen die ÖkonomInnen arbeiten: „Selten beschäftigen sich die Frauen, die in der Rangliste auftauchen, mit Steuern oder Ungleichheit, mit dem Wirtschaftswachstum, der Automobilwirtschaft oder dem Arbeitsmarkt – also mit Themen, die viele der einflussreichsten Männer der Zunft besetzen. Frauen gewinnen ihren Einfluss in der Ökonomie immer noch häufiger als Männer mit Familien- oder Umweltthemen.“

Was gegen das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern getan werde, wer im Ranking sonst noch gewürdigt wurde und wie die Rechnung im Detail zustande komme, beschreibt Bernau ausführlich unter folgendem Link.

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