Weniger abhängig von den USA, wirtschaftlich eigenständiger und politisch handlungsfähiger. Eine neue Studie zeigt, was die Menschen in Deutschland von der EU erwarten.
Europa soll unabhängiger werden – von den USA, von Lieferanten aus anderen Weltregionen und von Entscheidungen, die anderswo getroffen werden. Viele Menschen in Deutschland befürworten dafür auch Maßnahmen, die höhere Kosten verursachen könnten. Das geht aus der Langzeitstudie Selbstverständlich europäisch 2026 der Heinrich-Böll-Stiftung und des Progressiven Zentrums hervor, die der ZEIT vorab vorliegt.
88 Prozent der Befragten sprechen sich demnach dafür aus, wichtige Güter in Europa herzustellen, selbst wenn diese zunächst teurer werden. 76 Prozent wollen, dass die EU ihre Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten verringert und neue internationale Partnerschaften sucht. Für die Studie hatte das beauftragte Institut Pollytix zwischen Ende August und Anfang September 3.023 Wahlberechtigte in Deutschland online befragt. Die Ergebnisse sind nach Angaben der Herausgeber repräsentativ.
Dieser Beitrag von Lena Gärtner erschien am 29. Oktober in der ZEIT.




