Discussion Paper

Which Tech Does Society Need?

2019 | Daniela Blaschke & Florian Ranft

Das Paper zeigt, wie wir als Gesellschaft in Zeiten technologischen Wandels handlungsfähig bleiben. Die AutorInnen wählen dazu einen drei-dimensionalen Ansatz, der sowohl die Gesellschaft als auch ihr Wirtschaftssystem und das Individuum umfasst.


Die These:

Es bedarf einer Innovation der unternehmerischen und demokratisch-deliberativen Gestaltungsprozesse, um gesellschaftliche Anliegen im Rahmen technologischen Wandels adäquat zu adressieren und zu repräsentieren. Grundlagen dafür sind:

  • Unternehmen, die ihre Handlungsfähigkeit aus ihrem Beitrag für die Gesellschaft ableiten – und das nicht nur im Sinne einer license to operate.
  • Vielmehr muss es gelingen, eine license to innovate abzuleiten, genauer to co-innovate.
  • Nicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch die politischen Strukturen und Prozesse und die darin verankerten Beteiligungsformen für unsere Zivilgesellschaft müssen weiterentwickelt werden, um Co-Innovation zu ermöglichen.

 

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Technologischer Wandel darf kein Selbstzweck sein

Technologische Innovationen müssen die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit adressieren – wie etwa die Klimakrise, die permanente Gefährdung unserer Demokratien durch Populismus und soziale Ungleichgewichte. Ansonsten drohen gesellschaftliche Polarisierung und Spaltung.

Der hier entwickelte Prozess der Co-Innovation sieht vor, dass Unternehmen neue Technologien aus einem sozialen und ökologischen Fortschrittsgedanken ableiten und gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft institutionelle Reformen auf Basis demokratischer Werte aushandeln und entwickeln. Auf diesem Wege können sich Innovationen und gesellschaftliche Zusammenhalte ergänzen und skaliert werden.

Die drei Ebenen der Reihe #Tech4Society

Das Paper dient als Grundlage für die neue Innovationsreihe #Tech4Society, die die progressiven Potentiale technologischer Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen untersucht.

  • Gesellschaft: Wie können neue Technologien gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützen und demokratische Partizipation stärken?
  • Wirtschaft: Wie können neue Technologien zu einem sozial und ökologisch verantwortlichen Wachstumsmodell beitragen – und dabei ökonomische mit sozialer Innovation kombinieren?
  • Individuum: Wie können neue Technologien helfen, individuelle und gesellschaftliche Wohlfahrt zu sichern?

 


AutorInnen

Daniela Blaschke ist Referentin im Bereich Außenbeziehungen der Volkswagen Aktiengesellschaft. Bei Das Progressive Zentrum arbeitet sie als Policy Fellow im Programmbereich Strukturwandel zu den Themen Sustainability, Corporate Activism und Futures of Mobility. Sie promoviert an der Freien Universität Berlin zur Gesellschaftsreferenz von Unternehmen.

Florian Ranft ist Leiter des Programmbereichs Strukturwandel bei Das Progressive Zentrum. Zuvor war er Head of Policy and International Relations bei Policy Network und Senior Research Analyst beim Centre for Progressive Policy, zwei Londoner Think-Tanks. Davor hat er an den Universitäten in Frankfurt und Greifswald in den Bereichen politische Soziologie und internationaler Politik gelehrt und geforscht.


Das #Tech4Society Konsortium