Buch

Zur Freiheit. Ein linksliberales Manifest

2013 | Oliver Schmolke

Oliver Schmolke, Leiter der Planungsgruppe der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied im Circle of Friends des Progressiven Zentrums, setzt sich in seinem im Frühjahr 2013 erschienenen Buch „Zur Freiheit. Ein linksliberales Manifest“ mit dem Zusammenhang von Freiheit und Gleichheit auseinander. Er ordnet die Begriffe historisch ein und beschreibt, weshalb auch die politische Linke der Gegenwart und Zukunft den Liberalismus braucht.


In einem Gastbeitrag („Freiheit statt FDP„) für die Frankfurter Rundschau schreibt Schmolke:

„Hat jemand noch etwas Gutes über die Freiheit zu sagen? Nein, sie wird in den multiplen Krisen der Gegenwart auf kaltem Wege abserviert. Sie hat keine überzeugenden Anwälte mehr, am wenigsten dort, wo sie politisch organisiert sein sollte. Nehmen wir die hoffnungslose FDP, die das liberale Denken jahrzehntelang in eine Art vulgärkapitalistischen Sozialdarwinismus zurückverwandelt hat. Besitz hat sie vor das Recht gestellt. Rücksichtslosigkeit galt ihr als Tugend. Gleichheit wurde gar verlacht.

Das Grundübel der letzten Jahre war das Verschwinden des Begriffs der Freiheit hinter dem des Marktes. Derzeit jedoch ist der Markt das Feindbild der Stunde, das Rechts- und Linksetatisten im deutschen Feuilleton zusammenführt. Nur: Die Front von Staat gegen Markt führt in die Irre, egal auf welche Seite man sich schlägt. Statt weiter Mythen in Umlauf zu bringen, empfiehlt sich die illusionslose Frage: Was ist der Markt? Jedenfalls kein übernatürliches Wesen. Auch kein Gespenst, das umginge in Europa. Die segenspendende „unsichtbare Hand“ hat ausgedient. Aber auch das unaufgeklärte Bild vom Monster hilft analytisch nicht weiter. Der Markt ist immer ein Produkt der Gesellschaft. Er besteht immer aus einem Geflecht sozialer Beziehungen. Er ist immer der Machtfrage unterworfen, wer ihn beeinflusst, verändert und regelt.“

Oliver Schmolke zeigt die Gründe der Krise, die Abgründe des voreiligen Triumphs nach dem Jahr 1989, die falschen Freunde und die falschen Gegner der Freiheit auf. Er verfolgt das Ziel, den Neuanfang einer linksliberalen Idee für unsere Zeit zu entwerfen, um auf diese Weise die klaffende Leerstelle in unserer politischen Kultur zu füllen, in der heute links und liberal verfeindet sind.


„Zur Freiheit“ wurde zahlreich rezensiert und diskutiert, u.a. von Stefan Reinecke (taz), Bernd Ziesemer (Handelsblatt) und dem Generalsekretär der FDP in Nordrhein-Westfalen, Marco Buschmann, in einem Gastbeitrag für die WELT („Reimt sich links auf liberal?„).

 

Das Buch erschien im Frühjahr 2013 im vorwärts buch verlag.

 





Oliver Schmolke


published on

30. April 2013


Schlagwörter

FreiheitLiberalismusPolitische Kultur