Progressive Mehrheit Veranstaltung

„It’s the framing, stupid!“ Wie Progressive mit Sprache Wahlen gewinnen können



Wahlkampfzeiten sind Hochzeiten der politischen Kommunikation. Hier werden Themen und Botschaften symbolisch aufgeladen und offensiv in die Öffentlichkeit getragen, hier wird gnadenlos verdichtet und zugespitzt. In der Auseinandersetzung mit politischer Sprache liegt gerade für die progressiven Parteien im laufenden Wahlkampf großes Potenzial – nicht zuletzt, da angesichts der Profillosigkeit der aktuellen Regierungspolitik das Verlangen nach politischer Orientierung und „neuen Erzählungen“ groß ist. Doch wie wird aus einer Machtoption auch ein Machtgewinn und ein Gestaltungsauftrag? Zu dieser Frage hat das Progressive Zentrum zur Diskussion geladen.


„Nicht erklären. Erzählen!“, lautet immer häufiger die Devise. So genannte Frames sind der „Stoff“ politischer Erzählungen – und der Schlüssel zur Wählermobilisierung. Die neuere Kognitionsforschung hält viele Erkenntnisse bereit, wie Sprachbilder zunächst individuell im Gehirn und später kollektiv im Wahlverhalten Wirkung entfalten können.

In der Auseinandersetzung mit politischer Sprache liegt gerade für die progressiven Parteien im laufenden Wahlkampf großes Potenzial – nicht zuletzt, da angesichts der Profillosigkeit der aktuellen Regierungspolitik das Verlangen nach politischer Orientierung und „neuen Erzählungen“ groß ist. Hinzu kommt, dass Rot-Grün gut 100 Tage vor der Bundestagswahl eine realistische Machtperspektive hat. Anders als im Jahre 2009 besteht die Chance, die asymmetrische Wahlkampfstrategie der politischen Konkurrenz erfolgreich zu durchbrechen.
Damit aus einer Machtoption auch ein Machtgewinn und ein Gestaltungsauftrag wird, müssen sich die Verantwortlichen von SPD und Grünen gemeinsam fragen: Wie gelingt es, Rot-Grün bei den relevanten Wählerschichten nicht als Zweckbündnis, sondern als ein zeitgemäßes, gesellschaftlich notwendiges Bündnis und echte Politikalternative zu verankern? Welche Ansprachen und Botschaften sind dafür nötig? Was für eine Rolle kann ein gemeinsames progressives Narrativ bei der Aktivierung und Mobilisierung breiter Wählerschichten spielen? Und schließlich ganz grundsätzlich: Wie lautet das rot-grüne Politikangebot, das Gemeinsamkeit stiftet und Orientierung bietet?

Begrüßung

Michael Miebach, Stellvertretender Vorsitzender und Mitinitiator des Progressiven Zentrums

Impuls

Elisabeth Wehling, Ph.D., Department of Linguistics, University of California, Berkeley, zudem Fellow am Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM)

Replik

Dr. Torben Lütjen, Schumpeter-Fellow der Volkswagenstiftung, Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung, HHU Düsseldorf

Ulrich Deupmann, Journalist (u.a. Süddeutsche Zeitung, Berliner Zeitung, Spiegel), heute Partner bei Brunswick Group LLP

Freie Diskussion

Hier finden Sie das Programm der Veranstaltung als PDF.



Event Date

19. Juni 2013


Place

Berlin


Schlagwörter

Politische KommunikationProgressive MehrheitWahlkampf