In eigener Sache

In eigener Sache: Was wir gegen Corona unternehmen

Über Arbeitsmethoden und Solidarität im Zeichen der gegenwärtigen Pandemie


Wir werden alle unsere bis Frühsommer geplanten Veranstaltungen in digitaler Form abhalten. Was der Coronavirus darüber hinaus für uns bedeutet, haben wir in diesem Artikel festgehalten.


Aufgrund der aktuellen gesundheitlichen Risiken arbeiten alle MitarbeiterInnen des Progressiven Zentrums seit dem 13. März 2020 bis auf Weiteres im Home-Office. Das Progressive Zentrum folgt dabei den Empfehlungen des Robert Koch Instituts und der Berliner Behörden, wonach physische Kontakte auf ein Minimum reduziert werden sollen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren. Unsere zentrale Büro-Festnetznummer wird auf ein Mobiltelefon umgeleitet. Weiterhin sind wir auch per E-Mail zu erreichen (siehe AnsprechpartnerInnen).

Veranstaltungen und Arbeitsweise

Auf Basis der Verordnung des Berliner Senats vom 14.03.2020 zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sowie der neueren Anordnungen der Bundesregierung und der Bundesländer (z.B. vom 16.03.2020 und dem 22.03.2020) sollten aus Gründen des Infektionsschutzes zudem alle physischen Veranstaltungen bis wenigstens 20.04.2020 abgesagt werden.

Wir arbeiten teamintern und gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen an Lösungen, unsere bis Frühsommer geplanten Veranstaltungen in digitaler Form stattfinden zu lassen [Am 25.03. stellten wir erstmals eine Studie per Videokonferenz vor. Michael Roth, Franziska Brantner und Thomas Westphal diskutierten “Selbstverständlich europäisch?! 2020” von Johannes Hillje und Christine Pütz].

In einem gesonderten Beitrag werden wir über unsere der aktuellen Lage angepassten technische Arbeitsweise berichten. Wir freuen uns über einen weiteren konstruktiven Austausch zu Ideen, Werkzeugen und Methoden, wie wir trotz der Einschränkungen in unser aller Arbeitsalltag auch künftig unterschiedliche Menschen und Perspektiven sinnvoll zusammenbringen können – in neuen Formen und Formaten.

Antworten auf die Corona-Krise

Als progressiver Think-Tank werden wir uns über die technischen Arbeits- und Dialogmethoden hinaus in den kommenden Monaten eingehender mit den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise beschäftigen. Dabei werden wir auf die Expertise unserer drei Programmbereiche zurückgreifen, um sektoral und politikfeldübergreifende Zusammenhänge und Lösungskonzepte ausmachen zu können. Denn in Krisenzeiten ist gesellschaftspolitische Orientierung sowie ein informierter Blick in die Zukunft ebenso wie der Fokus auf unsere eigenen Gestaltungsmöglichkeiten als BürgerInnen, Gesellschaft und Staat wichtiger denn je. 

Abschließend hervorheben möchten wir in diesen herausfordernden Zeiten, was durch Desinformationen und gewisse gesellschaftliche Stimmungen manchmal unterzugehen scheint: An erster Stelle muss die Solidarität mit Betroffenen, Gefährdeten und Versorgenden stehen. Jede und jeder Einzelne sollte physische Kontakte auf das Mindeste reduzieren, den behördlichen Empfehlungen Folge leisten sowie persönliche und politische Lehren aus der Situation ziehen. Es gilt physische Distanz zu wahren und zugleich menschlich näher zusammenzurücken.