Leben & Arbeiten Veranstaltung

Familienpolitik weiter denken

Bundesministerin Schwesig über die "Geforderte Generation"
Foto: BMFSFJ

„Familienpolitik weiter denken“ – das ist nicht nur der Titel eines der Leitanträge für den SPD-Bundesparteitag in zwei Wochen; es war auch das Motto einer Konferenz des BMFSFJ, auf der Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) am 1. Dezember spannende Zahlen zur „Geforderten Generation“ vorstellte.

So sind beispielsweise 88 Prozent der Väter, aber nur 28 Prozent der Mütter vollzeiterwerbstätig. Dabei wünschen sich fast die Hälfte der Eltern eine Konstellation, in der beide (annähernd) gleich lange im Beruf arbeiten. Und sogar 60 Prozent der Eltern mit Kindern zwischen 1 und 3 Jahren wünschen sich, dass beide etwa gleich viel arbeiten und sich auch gleich viel zu Hause einbringen. Damit das möglich wird, wünschen sich knapp drei Viertel der Eltern flexiblere Arbeitszeiten, die einen fairen Ausgleich zwischen Unternehmen und Beschäftigten sowie verschiedenen Beschäftigtengruppen herstellen.

Als Schlüssel zu solchen flexiblen Arrangements sprach Prof. Dr. Wolfgang Schroeder auf der Konferenz die „Solidarische Flexibilität“ an, die auch das Leitbild für die „10 Müggelseer Thesen“ ist, die der DenkraumArbeit ausgearbeitet hat:  Die „Solidarische Flexibilität“ steht für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung, die die Vielfalt von Bedürfnissen und Interessen anerkennt – und genau das brauchen Familien. Denn, so Ministerin Schwesig, in die Lebenskonzepte von Familien soll man nicht hineinregieren. Zudem sind individuelle Förderung und soziale Absicherung nicht zuletzt auch wichtige Investition in eine ökonomisch wie gesellschaftlich nachhaltige und erfolgreiche Arbeitswelt der Zukunft.

Vor allem die Förderung der Vereinbarkeit der Lebensplanung von Müttern und Vätern, betonte Prof. Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, ist ein zentrales Element für Wachstum und wirtschaftliche Stabilität, ökonomische Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.





Ursula Bazant


Event Date

1. Dezember 2015


Place

Berlin


Schlagwörter

ArbeitsmarktpolitikDenkraumArbeitLeben & ArbeitenSPD