Zukunft der Demokratie

Neues Discussion Paper: „Glotzt nicht so romantisch!“

Paulina Fröhlich und Tobias Gralke diskutieren das demokratieförderene Potenzial von Theaterpädagogik


Politische Bildungsarbeit ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft der liberalen Demokratie. Das Erstarken von Autoritarismus und Nationalismus macht deutlich, dass demokratisches Bewusstsein keine Selbstverständlichkeit ist, sondern immer wieder neu entwickelt werden will. Um den demokratiefeindlichen Bedrohungen nachhaltig zu begegnen und die Lust an Teilhabe zu stärken, bedarf es ganzheitlicher Ansätze, die über die Vermittlung von Theoriewissen hinausgehen. Dazu lohnt es sich, dorthin zu schauen, wo junge Menschen Demokratie-Erfahrungen machen können, ohne dass „Politische Bildung“ auf dem Stundenplan steht.


 

„Glotzt nicht so romantisch!“

ein Discussion Paper von Paulina Fröhlich und Tobias Gralke

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Die zentralen Erkenntnisse

  • Im Theaterspiel können SchülerInnen Kompetenzen lernen, die für ein demokratisches Miteinander elementar sind: Ambiguitätstoleranz, Perspektivwechsel als auch Kooperationsfähigkeit.
  • Mehrere Best-Practice-Beispiele zeigen bereits jetzt, wie Schultheater auf verschiedenen Feldern demokratiefördernd wirken kann. Langfristig müsste das Fach jedoch aufgewertet, die Ausbildung ausgebaut und Kooperationsmöglichkeiten mit externen PartnerInnen gefördert werden.

Über die AutorInnen

 

Paulina Fröhlich ist Leiterin des Programmbereichs Zukunft der Demokratie des Progressiven Zentrums. Dort leitet sie u.a. innovative Dialogformate mit BürgerInnen, wie „Europa hört – eine Dialogreise“, und Projekte zum souveränen Umgang mit demokratiefeindlichem Populismus im öffentlichen Raum. Zuvor war sie als Mitbegründerin und Pressesprecherin bei der Initiative Kleiner Fünf tätig, die Menschen darin unterstützt, mithilfe “radikaler Höflichkeit” gegen Rechtspopulismus aktiv zu werden. Paulina arbeitete zuvor bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie der Krah AG. Sie studierte Geographie und Islamwissenschaft an der WWU Münster und der University of Helsinki, gefolgt von einem MSc in Integrated Water Resource Management an der TH Köln und der Jordan University.

 

Tobias Gralke arbeitet als freiberuflicher Theatermacher, Workshopleiter, Gesprächsgestalter, Autor und Lehrbeauftragter zwischen Kulturbetrieb, Politischer Bildung und Demokratieforschung. Er studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg sowie Inszenierung der Künste und Medien in Hildesheim – dazwischen war er am Theater Freiburg und beim Progressiven Zentrum tätig. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit politischen Erfahrungsräumen und biographischen Erzählungen der Gegenwart, der Zukunft der Demokratie sowie Protest und politischer Ästhetik im digitalen Zeitalter. Er ist u.a. Mitglied der Initiative Kleiner Fünf, Vorstandsvorsitzender von Tadel verpflichtet! e.V. und Teil der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft.