Zukunft der Demokratie Veranstaltung

Präsentation der Ergebnisse des Parteireform-Projekts




Nach einjähriger Projektarbeit wurden heute die Ergebnisse des Parteireform-Projekts von Heinrich-Böll-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Progressiven Zentrum im Rahmen eines Pressefrühstücks der Öffentlichkeit vorgestellt.


Demographischer Wandel, Digitalisierung und gesellschaftliche Differenzierung: Parteien brauchen veränderte Angebote für eine veränderte Gesellschaft, das ist klar. Doch wie sehen zeitgemäße Parteien im 21. Jahrhundert aus? Wie kann Parteiarbeit für engagierte Bürgerinnen und Bürger interessanter gestaltet werden? Was können Parteien dabei von Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen lernen?

Diesen Fragen ging das überparteiliche Projekt „Legitimation und Selbstwirksamkeit: Zukunftsimpulse für die Parteiendemokratie“ nach, das der Stiftungsverbund der Heinrich-Böll-Stiftungen, die Konrad-Adenauer-Stiftung und das Progressive Zentrum im September 2014 gemeinsam initiiert haben. Denn die Frage der Revitalisierung von Parteien stellt sich für alle politischen Strömungen.

Heute wurde in Berlin die Studie „Die Partei 2025. Impulse für zukunftsfähige politische Parteien“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Aus Sicht der Träger kommentierten Tobias Dürr (Vorsitzender des Progressiven Zentrums), Peter Siller (Leiter Politische Bildung Inland, Heinrich-Böll-Stiftung) und Nico Lange (Stv. Hauptabteilungsleiter Politik und Beratung, Konrad-Adenauer-Stiftung) vor VertreterInnen der Hauptstadtpresse die Frage nach Innovationspotenzialen von Parteien. Projektleiter Hanno Burmester gab anschließend einen kurzen Überblick zu den erarbeiteten Ansätzen und Ideen und stellte die Projektwebsite www.parteireform.org mit den Projektergebnissen vor.

Eine Organisation auf Höhe der Zeit ist für Parteien laut Projektleiter Hanno Burmester ebenso wichtig wie eine zeitgemäße Programmatik: „Parteien müssen sich beherzter als bislang verändern, wenn sie für die ganze Gesellschaft attraktiv sein möchten. Sie brauchen Angebote, die der Vielfalt unserer Lebenswelten gerecht werden. Die eine Mitgliedschaft für alle ist Sache der Vergangenheit. Die Zukunft gehört der modularen Partei.“

Die Ergebnisse des Projektes fußen auf der interdisziplinären und überparteilichen Arbeit einer elfköpfigen Projektgruppe und sind ab sofort auf dieser Seite einsehbar. Dort finden sich eine ausführliche Studie zur „Partei 2025“ und neun thematisch fokussierte Kurzpapiere in Form von Policy Briefs und Discussion Papers. Themen sind unter anderem die Zukunft der Parteimitgliedschaft, die strategische Bedeutung von innerparteilicher Vielfalt, die Digitalisierung von Parteien und der Nutzen des verhaltensökonomisch fundierten Nudging-Konzepts in Parteiorganisationen.