Europa & die Welt Veranstaltung

Deutsche Parlamentarier diskutieren mit Howard Dean

Eine Kooperation von The German Marshall Fund und Das Progressive Zentrum


Bundestagsabgeordnete berieten über die transatlantischen Beziehungen: In welchem Zustand befindet sich die Demokratische Partei ein knappes Jahr nach den US-Präsidentschaftswahlen? Wie steht es unter Präsident Trump um die transatlantische Freundschaft? Und welche Auswirkungen könnte die Deutsche Bundestagswahl auf die europäische Haltung gegenüber den USA haben?


Diese und andere Fragen diskutierte eine parteiübergreifende Runde von neuen und bisherigen Mitgliedern des Deutschen Bundestages. Prominenter Gast aus den USA war Howard Dean, der fünfmal als Governor von Virginia wiedergewählt wurde, als ehemaliger Vorsitzender des Democratic National Committee seine Partei 2006 und 2008 zu Wahlerfolgen führte und als US-Präsidentschaftsbewerber 2004 die erste effektive digitale Grassrootkampagne führte.

Howard Dean bei Das Progressive ZentrumDie Abgeordneten von CDU, SPD, Grünen, FDP und Linke sowie der Koordinator der Bundesregierung für die transatlantischen Beziehungen folgten mit ihrer Teilnahme einer Einladung des German Marshall Funds Berlin und des Progressiven Zentrums. Sudha David-Wilp, Leiterin des Berliner Büros des German Marshall Funds, und Simon Vaut, Schatzmeister des Progressiven Zentrums, begrüßten die Parlamentarier. Die Teilnehmenden diskutierten angeregt über die Frage, wie auf beiden Seiten des Atlantiks mit populistischer Politik umgegangen werden kann und was dies auch für die Arbeit des neuen Bundestages bedeutet.

Howard Dean schilderte, die Demokraten seien nach dem Trump-Schock immer noch in einem Prozess der Neuordnung und des Generationenwechsels. Anschließend gab einen Ausblick auf junge Talente in der Partei, die für künftige Spitzenämter gut geeignet wären. Der ehemalige Governor zeigte sich optimistisch mit Hinblick auf die Midterm Elections 2018: die Demokraten hätten gute Chancen im Senat wieder eine Mehrheit zu erlangen, möglicherweise sogar im Repräsentantenhaus. Ein wesentlicher Faktor dabei sei die Mobilisierung von junge Menschen, die nur sporadisch parteigebunden seien und sich stattdessen für einzelne Persönlichkeiten oder konkrete Themen interessieren. Dean, ein Pionier in digitaler politischer Kommunikation, plädierte dafür, dass neben effektiven Social Media-Einsatz auch die persönliche Ansprache bei Hausbesuchen, Town Hall Meetings u.ä. eine tragende Säule im Dialog mit Bürgern bleibe.





Laura-Kristine Krause


Event Date

5. Oktober 2017


Place

German Marshall Fund


Schlagwörter

BundestagCountering PopulismPopulismTransatlantic PartnershipUSA