Wie umgehen mit Hate Speech?

2018 | Anna-Katharina Meßmer, Laura-Kristine Krause

In dem Praxisbericht „Wie umgehen mit Hate Speech?“ erklären Anna-Katharina Meßmer und Laura-Kristine Krause was unter Hass im Netz verstanden wird und warum Personen zum Ziel von Hassattacken werden. Am Ende geben die beiden Autorinnen konkrete Handlungsempfehlungen wie gegen Hate Speech in der Praxis vorgegangen werden kann.


Cover des Hate Speech Berichts von Anna-Katharina Meßmer und Laura-Kristine Krause

Dieser Bericht bietet einen umfassenden Einstieg in das Thema Hate Speech. Er stellt die verschiedenen Erscheinungsformen vor und beleuchtet, warum Personen zum Ziel von Hassattacken werden. Anschließend destilliert er aus einer Praxisperspektive erfolgreiche Handlungsansätze gegen Hate Speech und gibt betroffenen Institutionen sowie Entscheiderinnen und Entscheidern Empfehlungen für den Umgang mit Hass im Netz.

Leitfragen sind dabei: Welche Ansätze haben sich in der Praxis als hilfreich erwiesen? Wo laufen Bemühungen gegen Hate Speech ins Leere – und weshalb? Mithilfe welcher gesetzgeberischen und regulatorischen Maßnahmen kann besser dagegen vorgegangen werden?

Für die Befragten sind die derzeit existierenden rechtlichen Möglichkeiten gegen Hate Speech unzureichend.

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In dem Praxisbericht werden folgende Handlungsempfehlungen herausgearbeitet:

  • (Regierungs-)Strategien gegen Hate Speech bündeln
  • Zentrale Anlaufstelle für Betroffene schaffen
  • Zentrale Meldestellen für Hate Speech aufbauen
  • Staatsanwaltschaften mit Zuständigkeit versehen
  • Rechtsdurchsetzung auf Social Media-Plattformen erreichen
  • Juristische Definition von Hate Speech überprüfen
  • Verfolgung von Hate Speech zur Chefsache machen
  • Verwirklichung digitaler Strategien erleichtern
  • Qualitätsstandards und Leitlinien für die Online-Kommunikation aufsetzen
  • Digitale Kompetenzen durch Bildungsarbeit stärken

Interessiert an der Zukunft der Demokratie?

 

 

 


Dr. Anna-Katharina Meßmer ist Leiterin der Geschäftsstelle des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) und Visiting Fellow im Democracy Lab von Das Progressive Zentrum. Zuvor war sie in der Meinungsforschung als Lead Strategic Development für die strategische Partnerentwicklung und Sales beim Startup Civey zuständig. Als Wissenschaftlerin verantwortete Meßmer beim Institut für Medien- und Kommunikationspolitik und an der Ludwig-MaximiliansUniversität München verschiedene Forschungsprojekte zu politisch-gesellschaftlichen Fragestellungen. Sie publiziert seit Jahren zu den Themen Hate Speech und zu Online-Diskursen.

Laura-Kristine Krause war bis April 2018 Leiterin des Programms „Zukunft der Demokratie” bei Das Progressive Zentrum und hat dabei das 2017 gegründete Democracy Lab aufgebaut. Sie ist Co-Vorsitzende von D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt und war Fellow der 2017 Transatlantic Digital Debates. Sie ist Autorin zahlreicher Beiträge zu den Themen Digitale Demokratie, Demokratiereform und Frauen in der Politik.

Dieser Praxisbericht wurde zwischen November 2017 und April 2018 geschrieben und entstand im Projekt „Stärkung politischer Diskurse in der digitalen Demokratie“ des Democracy Lab von Das Progressive Zentrum. Der Bericht wurde vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen einer öffentlichen Zuwendung gefördert.