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Fünf Jahre EU-Osterweiterung: Deutschland profitiert langfristig von der Arbeitsmigration

29. April 2009 Eine weitere Studie bestätigt die vom Progressiven Zentrum herausgearbeiteten Vorzüge der Arbeitnehmer-Freizügigkeit. Die Zuwanderung aus den acht osteuropäischen Beitrittsländern erhöhte das Bruttoinlandsprodukt in der erweiterten EU seit 2004 um 0,2 Prozent oder 24 Milliarden Euro, so das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Deutschland hatte aufgrund seiner Zuwanderungsbeschränkungen in den ersten fünf Jahren seit der EU-Osterweiterung nur einen geringen Anteil an der Migration. Eine Öffnung der deutschen Arbeitsmärkte für eine Zuwanderung aus den Beitrittsländern würde langfristig positive Effekte haben. Zur Studie

Pakistan und der Preis des Friedens

29. April 2009 Mohammed Hanif begutachtet in der NZZ die sich zuspitzende Lage in Pakistan. Nach der partiellen Einführung des Scharia-Rechts im Swat-Tal macht sich dort Frustration über den pakistanischen Regierungsapparat breit. Da Armee und Geheimdienste den Taliban bisweilen aufgeschlossen gegenüberstehen, stellt sich die Frage, welche zivilgesellschaftlichen Akteure den roll-back aufhalten können. Eine steigende Zahl ziviler Toter infolge von US-Amerikanischen Luftangriffen jedenfalls gilt niemandem im Swat-Tal als effektive Möglichkeit gegen die militanten Islamisten vorzugehen. Zum Artikel

Ein Planet vor der Überhitzung

28. April 2009 Das Washingtoner Worldwatch Institut stellt die deutsche Ausgabe seiner Studie "Zur Lage der Welt 2009" vor. Um die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, sei der Umbau der deutschen Wirtschaft in eine green economy gerade in der Krise dringend geboten. Nur so ließen sich die verheerendsten Folgen des Klimawandels abfedern, während gleichzeitig zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen würden. Dazu gehören die nachhaltige Förderung erneuerbarer Energien, ein über das Konjunkturpaket II hinausgehendes Programm zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden sowie der grundlegende Umbau der deutschen Stromnetze. Zum Artikel

How libertarian dogma led the Fed astray

27. April 2009 In der Financial Times ist Henry Kaufman der Ansicht, die Politik der US-Amerikanischen Notenbank Fed sei zumindest mitverantwortlich für die derzeitige globale Rezession. Ohne zu Zögern ließ sie neuen Finanzprodukten ihren Lauf, die die Verfügbarkeit von Krediten schlagartig erhöhten. So wurden schwer verkäufliche Kredite zu handelbaren Wertpapieren. Mehr noch: In dieser Art von laissez-faire Ökonomie hatte die Nicht-Teilnahme an spekulativen Geschäften sinkende Marktanteile zur Folge. Dem Zusammenschluss von Handels- und Investmentbanken und den daraus resultierenden Interessenkonflikten wurde tatenlos zugesehen. Die Fed wurde ihrer Rolle als Hüterin der Währung und der Kredite nicht gerecht. Zum Artikel

Das Desaster der Erfolgskultur

27. April 2009 Der Soziologe Sighard Neckel konstatiert in der NZZ, dass die Turbulenzen der Weltwirtschaft den europäischen Mittelschichten vor allem als psychologisches Problem in Erscheinung treten. Finanzieller Erfolg sei längst zum Maßstab persönlichen Lebensglücks avanciert. Breite Bevölkerungsschichten legten ihr Geld in Fonds an, die nicht zuletzt Ausdruck persönlicher Ambitionen waren. Erleben wir gerade das Ende der Erfolgskultur? Zum Artikel

Pflegekräfte aus Osteuropa

24. April 2009 In seiner Osteuropa-Studie hat das Progressive Zentrum auf die zahlreichen Vorteile der Freizügigkeit sowohl für den Standort Deutschland als auch für osteuropäische Arbeitnehmer hingewiesen. Nun veröffentlicht das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung einen Projektbericht, in dem diese These bezüglich der häuslichen Pflege empirisch untermauert wird: Ohne Haushaltshilfen bliebe vielen älteren Menschen in Deutschland nur der Umzug ins Heim. Gleichzeitig zahlen die privaten Arbeitgeber einen Bruttolohn von mindestens 1.300 Euro; zudem übernehmen sie Sozialabgaben im Heimatland des Arbeitnehmers. Zur Studie

Homo sapiens oeconomicus

22. April 2009 Der Publizist Matthias Greffrath zeigt in der taz, wie die Wirtschaftskrise zur Krise der Wirtschaftswissenschaften wurde. Selbst wichtige Anregungen aus Neurobiologie und historischer Psychologie dienen dazu, das Bild vom nutzenmaximierenden Individuum zu untermauern. Bei seiner Suche nach einem wirtschaftswissenschaftlichem Paradigma, das sich sowohl an menschlichen Bedürfnissen als auch an der Endlichkeit von Ressourcen ausrichtet, findet der Autor unerwartet Mitstreiter in gänzlich anderen politischen Kreisen. Zum Artikel

Zur Einkommenssituation der privaten Haushalte in Deutschland

22. April 2009 Das Rheinisch-Westphälische Institut für Wirtschaftsforschung weist in seiner jüngsten Studie auf die eklatanten Unterschiede bei der Verteilung des frei verfügbaren Einkommens in Privathaushalten hin. Berücksichtig wurde dabei das verfügbare Haushaltseinkommen nach Abzug der Steuern und Sozialabgaben. So müssen Alleinerziehende 70 Prozent ihres Haushaltseinkommens für lebensnotwendige Ausgaben verwenden. Dies steht im krassen Gegensatz zu kinderlosen Ehepaaren, bei denen diese Quote lediglich 46.8 Prozent beträgt. Zur Studie


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