Aufstieg durch Bildung?
15. Juni 2009 Die Titelgeschichte des Spiegel widmet sich den Krisenkindern des Jahres 2009. An prekäre Beschäftigungsverhältnisse und zeitweilige Arbeitslosigkeit hat man sich bereits gewöhnt. Doch selbst Bestausgebildete finden in der Krise kaum Jobs. Fünf Lebensläufe, die deutlich machen, dass die viel gepriesene Bildung in der Wissensgesellschaft Risiken nicht aufhebt, sondern allenfalls reduziert - wenn die Wirtschaft brummt. Zum Artikel
Interventionen der Aufklärung
13. Juni 2009 In der tageszeitung gratuliert Rudolf Walther einem der letzen verbliebenen Großdenker der Bundesrepublik zum Achtzigsten. Die Linke tat sich lange schwer mit den Theorien des Jürgen Habermas, nicht zuletzt da dieser von Beginn an den Verbalradikalismus der Studentenrevolte geißelte. Denn für den lange Jahre in Frankfurt lehrenden Sozialphilosophen wiegen Worte schwer: Von Kants reinen Vernunftbegriff abgehend beschäftigte sich Habermas vor allem mit den Grenzen und Möglichkeiten diskursiver Rationalität. Aus dem Zusammenspiel aus Kritik und Selbstkritik in einer aufgeklärten Öffentlichkeit lasse sich in der Tat die Gesellschaft zum Besseren hin verändern. Was auf Radikale einst wie ein bürgerliches Minimalziel wirkte, erscheint Progressiven heute wieder visionär: das Vertrauen auf die Kraft des besseren Arguments. Zum Artikel
Ins Offene, Freunde!
10. Juni 2009 Ralf Fücks verliert gerade wegen des guten Wahlergebnisses der Grünen nicht den Blick fürs große Ganze. Wenn selbst die wirtschaftsliberale Financial Times Deutschland eine Wahlempfehlung für die Grünen abgibt, kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Partei in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Damit nicht genug schafft sie es wie keine zweite ein zeitgemäßes urbanes Lebensgefühl zu vermitteln. Ob Paris oder Prenzlauer Berg, die Grünen sind die eigentlichen Gewinner der Europawahlen. Zum Artikel
Wider den Protektionismus
8. Juni 2009 Die Website Global Trade Alert führt online sämtliche Maßnahmen von Staaten auf, die in offener und verdeckter Weise den freien Handel behindern. Das Centre for Economic Policy Research erinnert Regierungen an ihre Versprechen, protektionistischen Versuchungen im eng gefassten nationalstaatlichen Interesse nicht nachgeben zu wollen. Zur Datenbank
Mehr Geld statt mehr Pausen
8. Juni 2009 In der Tageszeitung entlarvt Christian Füller angesichts des Kitastreiks die Widersprüche deutscher Bildungspolitik. Zum einen sollen Erzieher nicht weniger als Akademiker mit einem Bachelor in Early Childhood Education sein, die das frühkindliche Humanvermögen fit machen für die Wissensgesellschaft. Zum anderen beziehen diese wichtigen Akteure Gehälter, die eher im Einzelhandel üblich sind. Hier treibe die konservative deutsche Mutterideologie ihr Unwesen, die Kindergärten noch immer mit Verwahranstalten assoziiert. Deswegen verfehlen die gewerkschaftlichen Forderungen nach besseren Gesundheitstarifverträgen auch ihr eigentliches Ziel. Zum Artikel
Germany's Next Top-Forscher
7. Juni 2009 Im Spiegel legt Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gesellschaft, seine Sicht einer zeitgemäßen Wissenschaftspolitik dar. Im Sinner eines effizienten Technologietransfers setzt er vor allem auf Energie-, Elektrochemie- und Gesundheitsforschung - Bereiche, deren Nutzen breiten Bevölkerungsschichten am ehesten ersichtlich ist. Darüber hinaus wollen die Helmholtz-Zentren stärker mit den Universitäten kooperieren, um Forschung und Lehre noch enger miteinander zu verzahnen. Schließlich zeigt sich Mlynek offen gegenüber einer nationalen Forschungsplanung, die Prioritäten setzt und in einem neuen Superministerium für Forschung und Innovation koordiniert wird. Zum Artikel
Geld und Gender
2. Juni 2009 Eine bereits Mitte April vorgelegte Studie der Münchner Direkt Anlage Bank kommt zu dem Ergebnis, dass Frauen im Durchschnitt höhere Anlagerenditen erzielen als Männer. Nach einer Untersuchung von 465.000 Anlagedepots steht fest, dass Frauen sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Aktienkursen an den Märkten erfolgreicher agieren als Männer. Zur Studie
Arme Kinder, kranke Kinder
27. Mai 2009 Der Familienausschuss des deutschen Bundestages befasst sich mit dem 13. Kinder- und Jugendbericht. Die Gesundheit von Kindern aus einkommensarmen, bildungsfernen und Einwanderer-Familien ist demnach überdurchschnittlich großen Gefährdungen ausgesetzt. Sie leiden eher an Übergewicht, Essstörungen und einer motorisch langsameren Entwicklung. Hier kann ein vorsorgender Sozialstaat Entlastung schaffen, indem er die Teilhabe armer Kinder an gesundheitsfördernden Aktivitäten vergrößert. Zur Studie
Unternavigation
Diese Rubrik hat mehrere Unterseiten.

