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Geld und Gender
2. Juni 2009 Eine bereits Mitte April vorgelegte Studie der Münchner Direkt Anlage Bank kommt zu dem Ergebnis, dass Frauen im Durchschnitt höhere Anlagerenditen erzielen als Männer. Nach einer Untersuchung von 465.000 Anlagedepots steht fest, dass Frauen sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Aktienkursen an den Märkten erfolgreicher agieren als Männer. Zur Studie
Arme Kinder, kranke Kinder
27. Mai 2009 Der Familienausschuss des deutschen Bundestages befasst sich mit dem 13. Kinder- und Jugendbericht. Die Gesundheit von Kindern aus einkommensarmen, bildungsfernen und Einwanderer-Familien ist demnach überdurchschnittlich großen Gefährdungen ausgesetzt. Sie leiden eher an Übergewicht, Essstörungen und einer motorisch langsameren Entwicklung. Hier kann ein vorsorgender Sozialstaat Entlastung schaffen, indem er die Teilhabe armer Kinder an gesundheitsfördernden Aktivitäten vergrößert. Zur Studie
Club der frohen Mütter
26. Mai 2009 Erwerbsarbeit trägt zum Lebensglück von Müttern bei. Was alle ahnten, wird in einer Studie des DIW empirisch untermauert. Überraschend ist jedoch, dass die subjektive Zufriedenheit bei Vollzeittätigkeit sogar höher als bei Teilzeitjobs ausfällt. Erklären lasse sich dies durch geringere Gehälter, niedrigere Stundenlöhne und weniger Verantwortung für Teilzeitkräfte. Diese Erkenntnis wirft wichtige Fragen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf. Ein anderes Ergebnis der Studie scheint weniger überraschend: Arbeitslose Mütter sind am unzufriedensten. Zur Studie
Elections européennes
25. Mai 2009 Le Monde macht heute mit einem Schwerpunkt zu den Europwahlen auf. Das Fazit fällt ernüchternd aus: seit 1979 haben die nationalstaatlich orientierten Wahlkämpfe wenig zu einer gesamteuropäischen Debattenkultur beigetragen. Während in Italien das Privatleben des Ministerpräsidenten am Pranger steht, wird die Wahl in den Niederlanden auf den Erfolg oder das Scheitern eines 2006 beschlossenen Einbürgerungstestes reduziert. Keine europäische Öffentlichkeit, nirgends. Zu den Artikeln
Climate Change and Congress
21. Mai 2009 Nun schließt sich auch der Economist den Befürwortern einer Kohlendioxid-Steuer an. So können Regierungen Anreize schaffen, bei denen es Konsumenten und Unternehmern obliegt zu entscheiden, an welchen Stellen sie ihre Emissionen reduzieren wollen. Im Vergleich zum Handel mit Emissionszertifikaten bieten sich Steuern als transparenteres und wirksameres Mittel im Kampf gegen den Klimawandel an. Zum Artikel
Platon hilft
20. Mai 2009 Die Suche nach einer nachhaltigen Wirtschaftsordnung in der Krise geht unvermittelt weiter. Melissa Lane, Autorin des Progressiven Forums, versucht im britischen Guardian das Paradox des Kapitalismus wenn nicht aufzulösen, dann doch zumindest so zu gestalten, dass dem Gemeinwohl kein Schaden entsteht: Wie lassen sich Werte wie Pünktlichkeit und Disziplin, die unsere Arbeitswelt auf der Angebotsseite bestimmen, mit der Forderung nach Konsum und gelebtem Hedonismus auf der Nachfrageseite in Einklang bringen? Lane plädiert für eine Renaissance der "citizenship", die, von Platon ausgehend, immer auch normative Güter produziert. Nur so können wir zu Koproduzenten einer ökologisch nachhaltigen Zivilgesellschaft werden. Zum Artikel
Armutsatlas Deutschland
18. Mai 2009 Der Paritätische Gesamtverband stellt seinen Armutsatlas Deutschland vor. Zum ersten Mal macht diese Form der Sozialberichterstattung es möglich, die regionalen Unterschiede der Armut in Deutschland zu berücksichtigen. In der Tat fällt eine Dreiteilung in ein relativ wohlhabendes Süddeutschland sowie relativ arme Regionen in Nordwest- und Ostdeutschland auf. Sollte die Arbeitsmarktpolitik deshalb regionalisiert werden? Was verheißen diese Statistiken für den Aufbau Ost im Jahre 19 nach der Wiedervereinigung? Zur Studie
Managing the health effects of climate change
14. Mai 2009 Von der Vision zur Notwendigkeit: Der vorsorgende Aspekt der Gesundheits- und Sozialpolitik wird sträflich vernachlässigt, wie eine Kommission mitteilt, die sich zu gleichen Teilen aus der medizinischen Fachzeitschrift "The Lance" und dem University College London zusammensetzt. Globale Phänomene wie der Klimawandel zwingen uns den überfälligen Ausbau des vorsorgenden Sozialstaates in Angriff zu nehmen. Hautkrebs, Infektionskrankheiten und grauer Star sind auch in Europa auf dem Vormarsch. Was wir jetzt tun müssen, um die Gesundheit unserer Kinder zu gewährleisten. Zur Studie

