Learning From Europe
10. Januar 2010 Paul Krugman versucht in der New York Times die stereotypen Annahmen vieler amerikanischer Beobachter über das europäische Sozialstaatsmodell zu entkräften. Denn hohe Steuern und hohe Sozialstandards führen nicht zwangsläufig zu einer stagnierenden Wirtschaft und verfestigter Arbeitslosigkeit. Zum Artikel
The Danish Model - a European success story
Dezember 2009 Mogens Lykketoft, ehemaliger Finanzminister Dänemarks, schildert in ausführlicher Form warum das Land zu einem Modellstaat für ganz Europa geworden ist und welche langfristigen Entscheidungen notwendig sind, um eine analoge Entwicklung eines sowohl sozialen als auch dynamischen Wirtschafts- und Sozialsystems zu ermöglichen. Zum Artikel
Challenging the politics of evasion: the only way to renew European social democracy
4. Dezember 2009 Olaf Cramme, Roger Liddle und Patrick Diamond vom Think Tank Policy Network bescheinigen der europäischen Sozialdemokratie, sich mit ihrem Niedergang in den letzten Jahren abgefunden zu haben anstatt nach Ursachen und Auswegen zu suchen. Zum Artikel
Unter Deutschen
8. Oktober 2009 In der ZEIT kritisiert Jörg Lau die Äußerungen Thilo Sarrazins zu den Missständen im Einwanderungsland Deutschland und sieht es als Aufgabe der künftigen schwarz-gelben Regierung an, einen "New Deal" mit den Migranten auszuarbeiten. Zum Artikel
The US has lost its focus on Europe.
7. Oktober 2009 Timothy Garton Ash stellt im Guardian fest, dass die Regierung Barack Obamas zwar in ihrer politischen Ausrichtung sehr europäisch sei, sich aber dennoch in vielerlei Hinsicht von Europa ab und anderen Regionen der Welt zuwende. Zum Artikel
Wo seid ihr, Sozialliberale?
24. August 2009 In der Welt beklagt Norbert Bolz, dass es in Deutschland um das Sozialliberale schlecht bestellt sei. Innerhalb der SPD überwiege noch heute das paternalistisches Erbe. Die FDP wiederum scheitere daran, auf die Abhängigkeiten hinzuweisen, ohne die moderne Freiheit nicht denkbar sei. Bolz nämlich betrachtet "sozialen Reichtum" als die wichtigste Ressource des 21. Jahrhunderts. Leider gelingt es ihm jedoch nicht, den vorsorgenden Sozialstaat als freiheitsförderndes, ja -ermöglichendes Konzept zu begreifen. Zum Interview
Has the left blown its big chance of success?
17. August 2009 Im Guardian fasst Andy Beckett noch einmal das Dilemma der Linken im Krisenjahr 2009 zusammen. Der zügellose Finanzkapitalismus sei in Theorie und Praxis auf ganzer Linie gescheitert. Darüber hinaus komme die neuere sozialwissenschaftliche Literatur zu dem Schluss, dass gesellschaftliche Probleme in markradikalen Staaten besonders ausgeprägt sind. Allein, sozialdemokratische Parteien können aus der Krise kaum politisches Kapital schlagen: Während in Europa nationalistische Parteien zulegen, nehme die Sozialdemokratisierung konservativer Volksparteien Progressiven die Luft zum atmen. Warum nur? Es fehle an positiven Gestaltungsideen. So wurde das Feld der Wirtschaftswissenschaften den Neoliberalen bereits in den achtziger Jahren überlassen. Die Arbeiterschaft des Industriezeitalters, auf die sich Sozialdemokraten stets stützten, ist im Verschwinden begriffen. Mittlerweile seien es links von der Mitte vor allem grüne Parteien, die zuversichtlich in die Zukunft blicken. Zum Artikel
Die Vermessung des Wohlstands
13. August 2009 In der taz versucht sich Stephan Kosch an einer Antwort auf die Frage, wie angesichts des Klimawandels und knapper werdender Ressourcen Wohlstand eigentlich zu messen ist. Das klassische Instrument des Bruttoinlandsproduktes sei nämlich nicht in der Lage, Auskunft über wichtige Faktoren qualitativen Wohlstands zu geben: Dazu gehören die Betreuung von Kindern und Alten genauso wie die Umwelt- und Gesundheitskosten herkömmlichen Wirtschaftswachstums. Der Ökonom Amartya Sen berücksichtigt im von ihm entwickelten Human Development Index sogar Faktoren wie Bildung, Kriminalitätsrate und Freizeitgestaltung. Mittlerweile arbeitet selbst die EU an neuen Möglichkeiten, qualitativen Wohlstand zu messen, denn Volkswirtschaften können sich nicht länger auf exorbitant hohe Wachstumsraten stützen. Zum Artikel
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