Du musst dein Leben ändern
05. Mai 2009 Peter Sloterdijk stellt in der taz sein neues Buch zur Krise vor. Er warnt vor romantisierender Katastrophenromantik und verweist stattdessen auf die Anziehungskraft des Menschenbildes, das dem Neoliberalismus zugrundeliegt. Diese beruhe auf einer eigentümlichen Melange aus Gier, Selbstverwirklichungsdrang und Anpassungsfähigkeit. Sloterdijk sieht zwei grundlegende Herausforderungen für progressive Politik nach der Krise. Zum einen gilt es, Realist zu bleiben: Allenfalls die Ökologie weise umfassendes Transformationspotenzial auf. Zum anderen muss an der Rehabiltierung des Gemeinwohlbegriffes gearbeitet werden. Der in Karlsruhe lehrende Philosoph setzt hierbei auf das Konzept des "Ko-Immunismus", das ein stark erweitertes Egoismusformat darstelle. Zum Artikel

