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The Money That Prays

30. April 2009 In der London Review of Books unterzieht Jeremy Harding das islamische Bankwesen einer umfassenden Analyse und kommt zu dem unerwarteten Schluss, dass der Finanzsektor ein hervorragendes Beispiel für praktizierten Multikulturalismus darstellt. Islamische Banken befolgen die Regeln des sich ständig verändernden Korpus der Scharia, darunter das Zinsverbot. Obwohl dieser Sektor lediglich ein Prozent in der globalen Finanzwelt ausmacht, kommt man nicht umhin, selbst in der Rezession erstaunliche Wachstumsraten von bis zu 20 Prozent festzustellen. Warum dieser Erfolg? Ein Anhaltspunkt: Vertrauen spielt bei finanziellen Transaktionen in der muslimischen Welt eine entscheidende Rolle, da die gerechte Verteilung des Risikos ein zentrales Gebot der Scharia ist. So weist das Amanah-Modell der HSBC eine der niedrigsten Kreditausfallraten der britischen Hypothekenbanken auf. Das Konzept erwies sich als so erfolgreich, dass Sachsen-Anhalt 2004 europaweit die ersten Scharia-konformen Staatsanleihen ausgegeben hat. Zum Artikel


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