Travail et Protection Sociale - Un Droit Malmené
09. Februar 2009 Die französische Monatsschrift Esprit widmet ihre Januar-Ausgabe der Zukunft sozialer Rechte und Sicherungssysteme. Der Historiker Jacques Le Goff sieht die Sozialgesetzgebung und insbesondere die klassisch-sozialdemokratische Vorstellung vom Recht auf Arbeit in einer tiefen Krise begriffen. Moderne Arbeitsverträge haben laut Le Goff Arbeitnehmerrechte mehr und mehr ausgehöhlt. Er fordert eine Neubewertung der 35-Stunden-Woche, die gerade in der Wirtschaftskrise Produktivität steigern und Arbeitslosigkeit verhindern kann. Diese Krise, so Le Goff, ermöglicht außerdem die Wiederentdeckung eines Arbeits-Konzeptes, das sowohl Platz für innovative Ideen wie lebenslanges Lernen als auch für Arbeitnehmerrechte bietet. Es geht also um "flexicurité à la française", die Frankreichs ersten Schritt hin zu einem sozialen Europa bedeuten könnte. Zum Artikel

