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Zu Gast: Job Cohen, Spitzenkandidat der niederländischen Sozialdemokraten
21. April 2010 _ Berlin
Das Progressive Zentrum lud Job Cohen für Mittwoch, den 21. April 2010, nach Berlin ein. Er war von 2001 bis 2010 Bürgermeister von Amsterdam und wird die sozialdemokratische PvdA als Spitzenkandidat in die Parlamentswahl der Niederlande im Juli 2010 führen.
Das „Time Magazine“ bezeichnete ihn 2005 wegen seiner Initiativen in der Integrationspolitik und für ein tolerantes Zusammenleben als „European Hero.“ In den neuesten Umfragen liegt Cohens PvdA deutlich vor der christdemokratischen CDA und der rechtsgerichteten PvdV.
In einer Videobotschaft auf seiner Website sagt Cohen: „Ich kämpfe dafür, dass in unserem Land jeder zählt, dass keiner seinem Schicksal überlassen wird und dass jeder eine faire Chance bekommt. Im Gegenzug erwarten wir, dass jeder, der etwas leisten kann, dies auch erbringt. Weil wir alle brauchen. Nur gemeinsam schaffen wir es, unsere Ziele zu erreichen. Dafür werbe ich um Ihr Engagement und Ihre Begeisterung."
Das Progressive Zentrum hat die Organisation seines Berlin-Auftenthalts übernommen. Zum Höhepunkt seines Besuchs sollte Job Cohen um 20 Uhr auf der Jubiläumsgala der Zeitschrift „Berliner Republik“ eine Rede halten zum Thema „European Social democracy towards a decent society“, deren Mansuskript nun online nachzulesen ist. Zuvor wollte er im Umfeld der Jahrestagung des „Netzwerk Berlin“ Gespräche mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft freuen. Leider wurden seine Flupläne von der Aschewolke über Europa durchkreuzt.

