Europa in der Krise
Europa ist in schwere See geraten. An die Stelle langfristiger europäischer Politikentwürfe ist mehr denn je kurzfristiges Krisenmanagement getreten. In den Hintergrund geraten sind alle Bestrebungen, das zu entwickeln, was Europa im frühen 21. Jahrhundert am dringendsten benötigt: ein dynamisches und zukunftstaugliches Wirtschafts-, Wachstums- und Sozialmodell.
Denn die Prozesse der Globalisierung und der Migration, des Klimawandels und des demografischen Umbruchs setzen sich fort. Sie verstärken in ihrer unübersichtlichen Gesamtheit den Eindruck vieler Menschen, in einer „runaway world“ (Anthony Giddens) die Kontrolle über das eigene Leben einzubüßen.
Angesichts des stückwerkhaften Charakters der aktuellen europäischen Politik der Schadensbegrenzung, ist es umso wichtiger, über die Bedingungen und Möglichkeiten eines langfristig positiven Entwicklungspfades für Europa zu reflektieren.
Dieser Aufgabe hat sich das Progressive Zentrum angenommen, dabei richtet sich unser Fokus gezielt auf die neue europäische Wirklichkeit nach der Osterweiterung der EU. Im Rahmen eines vom Auswärtigen Amt geförderten Projektes arbeitete das Progressive Zentrum daran, die Dialog- und Arbeitsbeziehungen zu einem wachsenden Kreis einschlägiger Akteure und Denker aus möglichst allen Staaten der EU-10 auszubauen und diese mit Vertretern des Erneuerungsdiskurses in Deutschland zu verbinden.
Diese „Partnership for European Progress“ sollte den Reformbedarf in den mittel- und osteuropäischen Staaten offen legen und einer größeren Öffentlichkeit vor Augen führen. Und sie sollte zugleich Konzepte und Lösungsvorschläge dazu entwickeln, wie ein effizientes und gerechtes Wirtschafts- und Sozialmodell von morgen aussehen und verwirklicht werden könnte - in Ost- wie in Westeuropa.
Publikationen:
Welches Wachstum für Europa? Beiträge zur Zukunft des Europäischen Modells. Das Progressive Zentrum 2010. mehr
Die Zukunft des Europäischen Wirtschafts- und Sozialmodells. Eine Studie über die sozioökonomische Entwicklung der neuen Mitgliedsländer Polen und Rumänien. Das Progressive Zentrum 2009. mehr
Veranstaltungen:
Partnership for European Progress - welche Wachstumsstrategien für Europa?
Am 14. Dezember 2010 veranstaltete das Progressive Zentrum in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Commerzbank AG eine internationale Konferenz mit hochrangigen Experten, politischen Entscheidungsträgern und Vertretern der Zivilgesellschaft aus den alten und den neuen Mitgliedsländern der EU im Haus der Commerzbank am Pariser Platz 1 in Berlin. Im Zentrum stand die Frage, auf welche Weise sich die jeweiligen europäischen Gesellschaften zu Wissensökonomien entwickeln können, in denen Innovation, Bildung und Digitalisierung eine zentrale Rolle spielen. mehr
Europas Hürden auf dem Weg in die Wissensgesellschaft
Am
7. September 2010 veranstaltete das Progressive Zentrum gemeinsam mit
dem rumänischen Think Tank Romanian Center for European Policies (CRPE)
einen Europäischen Workshop zum Thema „Europas Hürden auf dem Weg in
die Wissensgesellschaft - die Umsetzung der nationalen Reformprogramme
der EU-Strategie „Europa 2020“ in Bukarest. Den Workshopbericht können Sie hier nachlesen. mehr
The energy dilemma: How to secure the energy supply in Europe and combat global warming?
In Kooperation mit dem Ausschuss der Regionen fand Ende April 2010 der dritte Workshop der Veranstaltungsreihe statt. Vertreter aus Ost- und Westeuropa sind zusammengekommen, um sich über die aktuellen energie- und klimapolitischen Herausforderungen auszutauschen. Die Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Energie- und Klimapolitik, erneubare Energien sowie klimafreundliche Kohleverstromung waren die thematischen Schwerpunkte des Workshops. Das Veranstaltungsprogramm sowie die Workshopergebnisse können Sie hier herunterladen. mehr
„Challenges and New Dynamics in European Labour Markets“
Gemeinsam mit dem polnischen Think Tank Institute of Public Affairs (ISP) hat das Progressive Zentrum den zweiten Workshop organisiert. Im Dezember 2009 in Warschau waren 33 Experten aus sechs EU-Mitgliedsländern eingeladen, um über die Analogien aber auch Unterschiede in den Problemlagen auf den Arbeitsmärkten in Europa zu diskutieren. Migration sowie der demografische Wandel stellten dabei die größten Themenkomplexe dar. Die Ergebnisse der Diskussion können Sie hier nachlesen. mehr
„The European Social Model after the Crisis - New Paths of Growth and
Social Cohesion“
Die Diskussionsreihe über die Zukunft eines Europäischen Wirtschafts- und Sozialmodells hat das Progressive Zentrum mit einem ersten Workshop im Oktober 2009 in Berlin eröffnet. Unter dem Titel „The European Social Model after the Crisis - New Paths of Growth and Social Cohesion“ haben 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben EU-Staaten die direkten Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf Mittel-und Osteuropa diskutiert sowie über mögliche Rezepte für nachhaltiges Wachstum nach der Krise beraten. Die Ergebnisse der Diskussion können Sie hier nachlesen. mehr

