Policy Brief

Policy Brief zu Sozialem Zusammenhalt – DIALOGUE ON EUROPE

2018 | Hanaé Allali, Dynka Amorim dos Santos, Anouschka Costa Martins, Arnolds Eizenšmits, Inês Gregório, Paulo Kalkhake, Charalampos (Babis) Karpouchtsis, Dimitrios Maragkos, Octavio Medina, Andrea Montanari, Alexios Nompilakis, João Pedro Rosa, Giulia Simeoni, Panagiotis Vlachos

In ihrem Policy Brief legen zivilgesellschaftliche AkteurInnen aus sechs europäischen Ländern ihre politischen Handlungsempfehlungen im Bereich Sozialer Zusammenhalt dar.


Dialogue on Europe: Civil society experts and practitioners wrote policy briefs on migration, populism, social cohesion and sustainable growth

Sozialer Zusammenhalt ist existenziell für das Gemeinschaftsgefühl zwischen den EU-Mitgliedsländern, aber auch innerhalb der EU-Staaten. Dies bezieht sich nicht nur auf wirtschaftliche Faktoren, sondern auch, v.a. bei MigrantInnen und Asylsuchenden, auf soziale Faktoren wie gesellschaftliche Teilhabe.

Vor dem Hintergrund dieser Prämisse beschäftigte sich das “Thinking Lab on Social Cohesion” des Projekts DIALOGUE ON EUROPE über zweieinhalb Jahre mit dem Thema Sozialer Zusammenhalt und entwickelte konkrete Politikempfehlungen. Diese umfassen u. a. intergenerationelle Fragen in der Arbeitsmarktpolitik und der politischen Entscheidungsfindung sowie die Relevanz bürgerschaftlichen Engagements für den Aufbau benachteiligter Gemeinschaften.

 

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Hinweis: Der Policy Brief ist in englischer Sprache verfasst.

Kurzüberblick zum Policy Brief

Das Thinking Lab zum Thema Sozialer Zusammenhalt arbeitete mit der Prämisse, dass sozialer Zusammenhalt die unverzichtbare Voraussetzung für das Fortbestehen der Europäischen Union sei. Ausgehend davon erarbeitete das Lab Empfehlungen in vier Bereichen: Ausbildung, Fähigkeiten und Chancen; Arbeitsmarktreformen; kulturelles und bürgerschaftliches Engagement sowie Einbindung von Minderheitengruppen. Das Lab arbeitete unter anderem heraus, dass sozialer Zusammenhalt – ungeachtet der hohen Priorität, die der Bekämpfung der (Jugend-)Arbeitslosigkeit und der Schaffung von Wachstumsperspektiven zukommt – weit über wirtschaftliche Faktoren hinausgeht und insbesondere auch kulturelle Fragen umfasst.

Politische Handlungsempfehlungen des Thinking Labs zu Sozialem Zusammenhalt:

  • Berufliche Aus- und Weiterbildung durch mehr Praxisbezug verbessern
  • Austauschmöglichkeiten zwischen Schülern, Studenten, Absolventen und Unternehmen ausbauen
  • generationsübergreifende Arbeitstandems schaffen, bei denen Berufsanfänger von älteren Arbeitnehmern lernen
  • Einrichtung eines European Business Empowerment Scheme (EBES) zur Förderung von KMU
  • Generationengerechtigkeit bei politischen Entscheidungsprozessen besser berücksichtigen
  • lokale Gemeinschaftsaktivitäten fördern und deren Akteure europaweit vernetzen
  • Menschen mit Migrationshintergrund vermehrt im Öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft einstellen

Hintergrund: Das Projekt DIALOGUE ON EUROPE

Die Europäische Union ist seit gut zehn Jahren in einer multidimensionalen Krise, die gezeigt hat, dass gängige politische Prozesse nur schwerlich effektive Lösungen generieren können. Der Gedanke, dass man den Problemen des europäischen Projekts nur mithilfe einer aktiven, gut vernetzten Zivilgesellschaft entgegentreten kann, hat in den letzten Jahren immer weiter an Zustimmung gewonnen.

Das transeuropäische Projekt DIALOGUE ON EUROPE, eine Initiative von Das Progressive Zentrum mit Unterstützung des Auswärtigen Amts, hat diese Idee aufgegriffen und zivilgesellschaftliche AkteurInnen aus Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal und Spanien vernetzt, um einen transnationalen Dialog über Europas größte Herausforderungen anzustoßen.

In vier sogenannten Thinking Labs entwickelten junge DenkerInnen über zweieinhalb Jahre Politikempfehlungen zu vier Themenbereichen: Migration & Integration, Populismus, Sozialer Zusammenhalt und Nachhaltiges Wachstum.

Die Ergebnisse dieses Austauschs sind in vier Policy Briefs nachzulesen und haben zum Ziel, die Debatte über die Zukunftsagenda der Europäischen Union anzuregen und zu bereichern.

 

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