Policy Brief

Policy Brief zu Migration & Integration – DIALOGUE ON EUROPE

2018 | Thinking Lab on Migration & Integration

In ihrem Policy Brief legen zivilgesellschaftliche AkteurInnen aus sechs europäischen Ländern ihre politischen Handlungsempfehlungen für Europas Herausforderungen im Bereich Migration und Integration dar.


Dialogue on Europe: Civil society experts and practitioners wrote policy briefs on migration, populism, social cohesion and sustainable growth

Migration und Integration betreffen ganz Europa. Die Differenzen über diese Themen haben das Verständnis zwischen den EU-Mitgliedstaaten tief erschüttert. Deshalb muss ein wahrhaftig gesamteuropäischer Lösungsansatz entwickelt werden, der die Herausforderungen der Migrationsströme effizient bewältigen kann.

Wie gelingt kultur- und gendersensible Integrationspolitik? Welche Rolle spielen Bürgerrechte für Menschen mit Migrationshintergrund in Europa? Wie könnten die Grenzen der EU gleichzeitig sicher und offen gestaltet werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich im “Thinking Lab on Migration & Integration” zivilgesellschaftliche AkteurInnen aus sechs europäischen Ländern in dem Projekt DIALOGUE ON EUROPE. Der vorliegende Policy Brief legt ihre Ideen und Lösungsansätze für eine europäische Migrations-, Asyl- und Integrationspolitik dar.

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Hinweis: Der Policy Brief ist in englischer Sprache verfasst.

Kurzüberblick zum Policy Brief

Das Thinking Lab zu Migration & Integration teilte seine Arbeit in drei Cluster auf: Integrationspolitik; Menschenrechte, Asyl und Staatsbürgerschaft; und Steuerung von Migrationsströmen. Einer der Kernergebnisse des Labs ist das Konzept der “resilient borders”, das zum Ziel hat, einen werte- und sicherheitsbasierten Ansatz im Bereich der Grenzverwaltung zusammenzubringen.

Politische Handlungsempfehlungen des Thinking Labs Migration & Integration:

  • Einführung eines zweistufigen EU-Asylverfahrens
  • das bisherige System der EU-Grenzkontrollen überarbeiten
  • mehr legale Migrationsmöglichkeiten in die EU eröffnen
  • Dialog innerhalb der EU sowie zwischen EU-Staaten und Herkunftsstaaten verbessern
  • Gesetzgebung für Asyl- und Migrationsfragen EU-weit harmonisieren
  • Schaffung einer EU-Agentur, die die Einhaltung von Menschenrechten bei Migrationsthemen überwacht
  • volle Bürgerrechte (Staatsbürgerschaft, Wahlrecht) für Menschen mit Migrationshintergrund
  • kulturelle und geschlechtsspezifische Faktoren bei der Integration besser berücksichtigen
  • ökonomische und soziale Inklusion von Migranten fördern, v.a. auf lokaler Ebene

Hintergrund: Das Projekt DIALOGUE ON EUROPE

Die Europäische Union ist seit gut zehn Jahren in einer multidimensionalen Krise, die gezeigt hat, dass gängige politische Prozesse nur schwerlich effektive Lösungen generieren können. Der Gedanke, dass man den Problemen des europäischen Projekts nur mithilfe einer aktiven, gut vernetzten Zivilgesellschaft entgegentreten kann, hat in den letzten Jahren immer weiter an Zustimmung gewonnen.

Das transeuropäische Projekt DIALOGUE ON EUROPE, eine Initiative von Das Progressive Zentrum mit Unterstützung des Auswärtigen Amts, hat diese Idee aufgegriffen und zivilgesellschaftliche AkteurInnen aus Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal und Spanien vernetzt, um einen transnationalen Dialog über Europas größte Herausforderungen anzustoßen.

In vier sogenannten Thinking Labs entwickelten junge DenkerInnen über zweieinhalb Jahre Politikempfehlungen zu vier Themenbereichen: Migration & Integration, Populismus, Sozialer Zusammenhalt und Nachhaltiges Wachstum.

Die Ergebnisse dieses Austauschs sind in vier Policy Briefs nachzulesen und haben zum Ziel, die Debatte über die Zukunftsagenda der Europäischen Union anzuregen und zu bereichern.

 

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