Zukunft der Demokratie Europa & die Welt Veranstaltung

Demokratische Innovationen contra Populismus?

Buchvorstellung "The Populist Signal" von Claudia Chwalisz
Foto: DPZ

Im Kontext des Projekts „TruLies – The Truth about Lies on Europe“ wurde am 10. November 2015 im Progressiven Zentrum das Buch „The Populist Signal“ von Claudia Chwalisz vorgestellt und diskutiert. Chwalisz plädierte für demokratische Innovationen als Antwort auf Populismus.


Das Erstarken populistischer Bewegungen ist ein gesamteuropäisches Phänomen. Auch in Großbritannien und in Deutschland sind populistische und euroskeptische Parteien und Bewegungen auf dem Vormarsch: UKIP erhielt bei der Unterhauswahl im Mai 2015 12,6% der Stimmen und liegt in aktuellen Umfragen bei 17%. Der AfD würde der 2013 knapp verpasste Einzug in den Bundestag beim heutigen Stand mit 6% gelingen. Und PEGIDA hat das rechtspopulistische Potenzial in Deutschland aufsehenerregend verdeutlicht.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung. Foto: DPZ

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung. Foto: DPZ

Vor diesem Hintergrund stellte Claudia Chwalisz (Senior Policy Researcher am britischen Think Tank Policy Network) ihre Analysen und Vorschläge aus dem britischen Kontext vor. Ihr Argument lautet in aller Kürze: Die Wählerinnen und Wähler populistischer Parteien sind unter anderem politisch enttäuscht und wünschen sich häufig mehr Beteiligungsmöglichkeiten. Demokratische Innovationen wie citizens’ juries oder citizens’ assemblies können hier ansetzen.

rechts Dr. Funda Tekin (IEP), daneben Philipp Sälhoff (DPZ). Foto:DPZ

Rechts Dr. Funda Tekin (IEP), daneben Philipp Sälhoff (Das Progressive Zentrum). Foto: DPZ

Im Anschluss kommentierte Funda Tekin (Senior Researcher beim IEP) diese Vorschläge, insbesondere mit Blick auf die Situation rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen in Deutschland. Dabei bezog sie sich auf erste Ergebnisse aus dem – gemeinsam vom IEP und dem Progressiven Zentrum getragenen – Projekt „TruLies Europe“ zu rechtspopulistischen und europakritischen Argumenten. Darauf folgte eine Diskussion mit dem Publikum. Moderiert wurde die Veranstaltung von Daphne Büllesbach (Director of European Alternatives Berlin).

Zum Download stehen für Sie bereit: