Jahrzehntelang galt vor allem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als zentrales Gütekriterium wachstums- und fortschrittsorientierter Politik. Für sich genommen ist das BIP jedoch kein verlässlicher Indikator für Lebensqualität wie nicht zuletzt die von Amartya Sen, Joseph Stiglitz, Richard Wilkinson, Kate Pickett und Thomas Piketty angeregte internationale Ungleichheitsdebatte zeigt, die auch in Deutschland breit rezipiert wurde. Im Projekt „Inclusive Growth“ analysieren wir in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung die aktuelle Debattenlage um „Lebensqualität“, „Gut Leben“ sowie „Beyond GDP“ und diskutieren konkrete Ideen und Ansätze für ein inklusives Wirtschafts- und Wachstumsmodell für Deutschland und Europa.



Aktuelles

Innovation & Nachhaltigkeit Fünfte DenkerInnen-Runde zur Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft
8. Februar 2017 | Manuel Gath
Foto: David Weekly via flickr

Am 2. Februar fand die mittlerweile fünfte Auflage unserer DenkerInnen-Runde in Berlin statt. Unter dem Motto „Leistung vs. Erfolg: Welches Unternehmertum und welche Arbeitnehmerschaft braucht die Soziale Marktwirtschaft?“ kamen erneut Vordenker aus dem politischen Berlin, aus Wissenschaft und Unternehmertum zusammen, um über den Status quo von und Verbesserungspotenziale für die Soziale Marktwirtschaft zu diskutieren.
Anlässlich der diesmaligen Fokussierung auf Social Entrepreneurship und migrantisches Unternehmertum fand die Sitzung in den Räumlichkeiten des BWK Bildungswerks in Kreuzberg statt, in dem Jugendlichen aus sozial schwachen Familien Ausbildungsplätze und Qualifikationsangebote bereitgestellt werden. In einem einführenden Vortrag ging es zunächst um die zentrale Rolle von Unternehmertum an sich für die Soziale Marktwirtschaft. Besonders die soziale Seite unternehmerischer Tätigkeit verbunden mit Verantwortung kommt in der Bewertung von Unternehmen oftmals zu kurz. Im Anschluss gab es einen Impulse zur Rolle von migrantischem Unternehmertum und der damit verbundenen Gründungsdynamik in Deutschland. Ohne die zahlreichen migrantischen Unternehmensgründerinnen und -gründer, auch in wissensbasierten Branchen, gäbe es so gut wie keine Gründerdynamik hierzulande. Ein zweiter Impuls beschäftigte sich mit dem Selbstverständnis von und den Rahmenbedingungen für Social Entrepreneurship. Entsprechende Startups erbringen qua Selbstverständnis einen großen Dienst für die Lösung gesellschaftlicher Probleme, haben aber in vielen Fällen Probleme, eine ädaquate Finanzierung zu finden. Zum Abschluss konnten die Teilnehmenden aus der Perspektive des BWK noch einmal nachverfolgen, welche Hürden und Handlungsoptionen es für migrantische Unternehmer in der Praxis gibt und wie man die Beschäftigungsstruktur von Unternehmen allgemein inklusiver gestalten könnte.




























Agendathema in den Medien

» Archiv